Werte in der Blogsphäre und im Social-Network

17 Feb

WebmasterfridayDas Thema des heutigen Webmasterfriday hat es in sich. Also ich finde es brutal schwer. Doch nachdem ich letztes Mal schon nicht teilgenommen habe und das Thema doch sehr wichtig ist, werde ich versuchen ein paar Worte dazu zu finden. Ich hoffe nur, ich kann mich verständlich genug ausdrücken beim Thema

Werte in Blogosphäre und im Social Network

Mir wichtige Werte

Als Eltern macht man sich irgendwann mal Gedanken (unbewußt oder bewußt) nach welchen Werten man seine Kinder erziehen möchte. Mir ist zum Beispiel folgendes sehr wichtig:

  • Ehrlichkeit
  • Fairness
  • Respekt untereinander
  • man selbst zu sein
  • Mitgefühl
  • Zuverlässigkeit

Dies sind die wichtigsten Werte, die wir auf jeden Fall vermitteln möchten. Zur Erziehung gehört dann natürlich auch dazu, dass man selbst so gut wie möglich auch nach diesen Werten lebt.

Mein Verhalten imNetz

Dieses Verhalten wende ich natürlich auch an, wenn ich blogge, bei anderen Bloggern mitlese oder in Social Netzwerk unterwegs bin. Ich versuche immer freundlich, ehrlich und fair zu sein. Wenn ich etwas gutes finde, was mir weiterhilft, bedanke ich mich entweder direkt oder empfehle weiter. Dazu gehört auch, dass ich gerne und oft verlinke und natürlich Do-Follow verteile. Da ich mich aber ungerne ausnutzen lasse, verteile ich manchmal das Do-Follow erst nach dem z.B. 3. Kommentar. Alle die hier sowieso mitplappern stört das wohl kaum und die einmaligen Besucher (die nur auf einen Do-Follow-Link aus waren) gehen also leer aus.  Finde ich immer noch fair.

Im Social Network bin ich hauptsächlich nur mit den Leuten befreundet, die mir auch sympatisch sind. Dauer-Mitteiler, dass wieder was gepostet wurde nerven mich meist irgendwann und sie werden entfolgt. Allerdings nicht in böser Absicht, sondern einfach, weil es mir selbst zu viel wird. Auch werde ich nicht Fan von irgendwelchen Seiten, deren Betreiber zwar sehr nett und sympatisch ist, aber mich einfach nicht interessieren. Ist hier meine Ehrlichkeit von Vorteil – oder eher ein Nachteil. Manchmal befürchte ich letzteres, doch immerhin bleibe ich mir selbst auch treu. Außerdem was bringt es Euch – ein Fan, der kein Interesse hat – ist doch Murks.

Das Verhalten anderer

Manchmal habe ich den Eindruck, dass sich mein Verhalten von einigen im Netz stark unterscheidet. Oft wird auch gerade um diese Leute ein Mega-Hype veranstaltet. Boah, schau mal, der hat 500 Freunde und mehr. Sorry,  das kann ich oft nicht verstehen. Auch finde ich manchmal den Ton etwas schräg, um es mal nett auszudrücken. Da werden Leute angegriffen, weil sie eine Meinung vertreten, die Jemand anderes so nicht akzeptieren kann. Trolle sind auch etwas, was ich nicht gut finden kann. Oder oft nur das Gemeckere, welches man oft genug gerade in Sozialen Netzwerken beobachten kann.  Leben und Leben lassen, sage ich nur.

Positiv hingegen sind mir einige bekannte Blogger und Social Networker aufgefallen, die eher nach meinen Richtlinien arbeiten. Sie sind oft sehr sympatisch und nett und haben auch Erfolg. Allerdings darf man bei allen auch sagen, dass sie sich den Erfolg auch hart erarbeiten mussten/müssen. Denn diese Personen sind sicherlich viel fleißiger in diesen Bereichen als ich.

Ach ihr wollt Beispiele und ich soll auch gleich verlinken?

Okay, da wäre Caschy, Sergej, Eisy, Peer, Martin  und sicher noch viele mehr.

Meine Meinung dazu

Ich werde mir selbst treu bleiben und sicherlich niemals ein „Power-User“ werden. Wenn ich ein wenig mehr Zeit investieren würde, wäre ich wohl auch ein wenig mehr erfolgreicher, doch dazu muss ich halt auch immer erst meine Schüchternheit überwinden. Doch ich weiß, dass ich mit meinen Werten sicher auf den richtigen Weg bin. Ob diese im Internet den gleichen Stellenwert besitzen, wie im richtigen Leben auch? Ich hoffe es, aber das hoffe ich im realen Leben genauso. So unterschiedlich wie wir Menschen sind, so unterschiedlich sind auch unsere Vorstellungen von den Werten. Mir ist nur aufgefallen, das gleich und gleich sich hier gerne treffen.

Auf Dauer kann man meiner Meinung nach sowieso nur einen Weg gehen – sich selbst treu zu bleiben. Denn alles andere bedeutet Verstellung und diese hält niemand allzulange durch. Und ja – ich hoffe ja immer noch ein paar von Euch im  Netz auch mal im reellen Leben zu treffen und ich hoffe dort erlebt dann Niemand von uns eine böse Überraschung  :alien:

 

Wie ist es bei Euch so, welch Werte sind Euch wichtig? Verändert das Netz die Werte?

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17 Responses

  1. Sabienes sagt:

    Hi Mella,
    finde ich gut, was du da schreibst und ich kann deine Ausführungen nur unterschreiben.
    Und nur so kann man seine Kinder zu einem verantwortungsvollem Handeln im Social Web erziehen, in denen man es vorlebt.
    LG
    Sabienes
    (Waaas? Do-Follow erst nach dem 3. Kommentar!!!! Bin ja echt geschockt!!!! ;-) )

  2. […] Und weil ich Respekt wichtig finde, verlinke ich hier gleich mal auf einen anderen Blog mit einer ähnlichen Meinung, den ich nebenbei sehr hübsch gemacht finde: Webmasterfriday bei nachsitzen.org […]

  3. Ich gebe Dir eigentlich recht.
    Ich denke, im Netz sollten die gleichen Werte gelten, wie im realen Leben. Schließlich sitzt ja am anderen Ende der Leitung immer ein Mensch, oder?
    Wo jetzt allerdings die Prioritäten bei den Werten liegen, darf jeder selber entscheiden. Wobei Deine Liste ja gar nicht verklehrt ist

    Ehrlichkeit ist allerdings so eine Sache – gerade, wenn es um Kritik geht: erstens kann das leicht als Angriff verstanden werden und zweitens muß das auch nicht unbedingt öffentlich sein (gerade wenn es Kritik an der Person ist – kürzlich gab es da eine hässliche „Schlammschlacht“ in „meinem“ Teil der Blog-O-Sphäre, der bzw. die Links gehören jetzt aber nicht hierher).

    Zu erstens: da fehlt einfach die Mimik und Gestik und der Ton, der die Musik macht, ist „stummgeschaltet“. Im erwähnten Beispiel war der Kommentator sehr ehrlich und es hat dementsprechend der Bloggerin „die Schuhe ausgezogen“.
    Zu zweitens: Man macht ja auch nicht Kollegen vor versammelter Mannschaft „zur Sau“ sondern eher unter vier Augen – falls es denn mal nötig sein sollte.

    Da bin ich also unter bestimmten Voraussetzungen etwas vorsichtig geworden (gerade, wenn man sich nicht persönlich kennt)- nicht, weil mir der Wert „Ehrlichkeit“ nichts bedeutet, sondern weil es manchmal einfach unangebracht ist. Dann lieber nichts sagen – oder eben per Mail /Twitter DM etc… Aber das gehört dann ja wohl zu Respekt.

    • Mella sagt:

      Es stimmt schon, dass man nicht zu ehrlich sein sollte und lieber mal den Mund halten. könnte. Aber wie Du schon sagst, zählt das auch wieder unter Respekt untereinander.
      Lieber dann wirklich per Mail oder direkte Nachricht im sozialen Netzwerk.

      Eines muss ich allerdings noch loswerden – wer um ehrliche Meinung fragt, darf auch nicht überrascht und beleidigt sein, wenn diese dann kommt. Lieber nicht fragen, wenn man die Antwort nicht hören möchte

  4. Kerstin sagt:

    Hallo Mella,
    Es kann tatsächlich sein, dass man Nachteile davon hat, wenn man nicht überall Fan wird, aber solange die daran bestehen, dass sich jemand aufregt, dass du kein Fan bist, obwohl er dein Fan ist, ist das halb so wild. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das allzu viele persönlich nehmen (hat man überhaupt noch einen Überblick, wenn man mehr als 100 Fans hat?)
    Ich bin gerne ehrlich und kritisiere auch – allerdings sollte man auch wissen, wo man mal lieber die Klappe hält. Ich glaube ganz gut damit zu fahren, nur das zu schreiben, was ich jedem auch ins Gesicht sagen kann. Insofern bin auch ich inhaltlich ganz bei dir.

    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende
    Kerstin

    (gleich mal nachsehen, ob das hier wirklich dofollow ist )

  5. […] veröffentlichte auf nachsitzen.org einige Werte, die ihr selbst wichtig sind und ich kann ihr da durchaus […]

  6. Iris sagt:

    Ich beobachte immer wieder ziemlich schockiert, dass das Netz, insbesondere soziale Netzwerke, gerade Jugendliche oft jeden Respekt vor anderen vergessen lässt. Sie vergreifen sich total im Ton, schrecken vor Respektlosigkeiten jeder Art nicht zurück. Und das selbst dann, wenn es gar nicht in der berühmten Anonymität passiert, sondern mal eben ganz locker unter einem eindeutig zuzuordnenden Profil. Was ist da los? Ich denke, es ist das Gefühl für den Mitmenschen, das da den Bach runter geht, weil er eben nicht leibhaftig da ist. Da gibt es noch jede Menge Arbeit für Eltern, Lehrer usw. Aber viele Eltern kriegen ja gar nicht mit, was ihr Sprößling so im Netz treibt, sondern sind froh, dass er ruhig am PC sitzt und ndicht nervt. Darum können sie auch keine Vorbilder sein. klingt jetzt hart, ist aber oft so.

    • Mella sagt:

      Oh ja, da kann ich nur zustimmen. Meine Kids sind ja nun in dem Alter, in denen sie auch langsam in die Sozialen Netzwerke einsteigen. Ich weiß schon einigermaßen, was sie so tun, denn immerhin sind sie nicht nur mit mir, sondern auch mit genügend Erwachsenen befreundet, die ich auch kenne, die sich bei Auffälligkeiten wohl bei mir melden.

      Aber ich finde es auch immer sehr erschreckend, wie wenig sich andere Eltern mit diesem Thema auseinander setzen möchten. Da hört man viel zu oft – Facebook mag ich und will ich nicht.
      Ähm Hallo – Dein Kind ist da drin und Du solltest ansatzweise das System verstehen, damit ihr über die Regeln und Gefahren reden könntet. Nee nee nee. Das gehört in meinen Augen zur Erziehung dazu.
      Und wer mir nicht glaubt, kann gerne mal Vatermord von Val McDermit lesen. Dann weiß man warum….

  7. Iris sagt:

    Meine Kinder wollen auf facebook nicht mit mir befreundet sein und ich eigentlich auch nicht mit ihnen, denn v.a. auf ihren Seiten, aber auch auf meiner, passieren Sachen, die jeder von uns einem ausgewählten Publikum vorbehält. Zum Glück bin ich mir sicher, dass da keine Verstöße oder andere fragwürdige Sachen laufen und verantwortlich bin ich in diesem Alter (18 und 24)auch nicht mehr. Das ist vorher gelaufen. Jetzt finde ich, hat jeder das Recht auf Privatsphäre.

    Bei mir war es übrigens so, dass ich erst durch meine Kinder und ihre Anleitung zu facebook gekommen bin, wobei wir natürlich auch über die Probleme geredet haben und meine Tochter mir Empfehlungen zu den Privateinstellungen des Profils gegeben hat. Meine Freunde gucke ich mir auch genauer an und adde nicht wahllos rum. Ich finde auch hier: Weniger ist mehr und Qualität vor Quantität.

    • Mella sagt:

      Klar, ab einem gewissen Alter brauchen die Kids Freiraum. Doch so lange sie noch Teenager sind, sollten die Eltern da schon ein wenig mitschauen.

    • Susanne K. sagt:

      Stimmt! – Ich würde auch nicht wollen, dass meine Eltern alles mitbekommen was ich so auf FAcebook poste – in dem Fall nur gut, dass meine ELtern schon das Alter für Facebook und Co überschritten haben – wobei das wieder negativ klingt – was wohl auch mit Respekt zu tun hat – irgendwie: also nur für meine Eltern gesprochen: sie haben für sich entschieden sich nicht mehr damit beschäftigen zu wollen. Es gibt aber sicherlich noch andere, die im gleichen Alter meiner Eltern sind und sehr wohl im Internet unterwegs sind und sich bestimmt auch besser auskennen als ich
      – Aber ich finde auch, dass man die Werte, die im „realen“ Leben gelten auch im Netz gelten sollen –

  8. Tina sagt:

    Ich versuche oder habe versucht meine Kinder nach denselben Werten zu erziehen wie du und versuche auch online diesen Werten treu zu bleiben. Allerdings sehe ich das online etwas weniger eng. Im „wahren Leben“ muss ich mich manchmal mit Leuten auseinandersetzen die mir nicht passen, Nachbarn, Arbeitskollegen, Verwandte…da muss man dann schon einen Kompromiss finden,“entfreunden“ oder ignorieren geht da leider nicht :-) Meine Kinder (22, 18 und 14) sind mit mir bei Facebook befreundet, genau wie einiger ihrer Freunde, aber ich bemühe mich peinliche Kommentare zu unterlassen :-) Do-Follow Links sind mir nicht ganz so wichtig – entweder ich habe was zum Thema zu sagen oder nicht. Wenn ich einen solchen Link bekomme freut es mich, wenn nicht – auch egal.

    • Mella sagt:

      Im Netz ist es schon leichter manch Auseinandersetzung aus den Weg zu gehen – jedoch verwundert es mich, dass gerade einige dies nicht tun. Nun ja. Das hat wieder was mit Respekt untereinander zu tun.

  9. […] Und weil ich Respekt wichtig finde, verlinke ich hier gleich mal auf einen anderen Blog mit einer ähnlichen Meinung, den ich nebenbei sehr hübsch gemacht finde: Webmasterfriday bei nachsitzen.org […]

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