Warum Frauen nicht protzen

13 Okt

Egal ob Blog, Firma oder selbständig, ohne Marketing geht gar nichts. Denn wie schon ein paar mal gesagt, wenn niemand weiß, dass es dich gibt, kannst Du auch keine Kunden bekommen.

Jetzt ist mir nur folgendes aufgefallen: Männer sind hier um Klassen besser!

Das ist wohl nichts Neues für uns alle, dass Männer sich besser darstellen können, als großer und toller Hecht. Also zumindest sehr viele Männer. Deren Blogs sind oft richtig verkappte Marketingmaschinen. Da könnte ich oft vor Neid erblassen.

Doch warum kann ich es nicht und ein großteil meiner Geschlechtsgenossinen es auch nicht? Warum stellen wir uns nicht hin und schreien laut heraus:

Ich bin super! Schaut alle her!

Nicht nur, dass ich mir dabei saublöd vorkomme, ist es zumindest bei mir so, dass ich mich nicht so empfinde. Wenn ich mal darüber nachdenke, woher es bei mir kommen könnte und was ich mit anderen Frauen zusammen habe. Dann komme ich auf die Familie.

Ja, genau, was Männern den Rückhalt bringt, bricht uns das Rückgrat. Denn ich bin grundsätzlich für alles verantwortlich. Was das Lieblingsshirt noch nicht gewaschen? Jetzt muss das arme Kind entweder nackt oder mindestens genauso schlimm, im anderen Shirt zur Schule gehen. Mittags – wieso hast Du nicht das und das gekauft,, Nachmittags – Anschiss wegen schlechter Note (wieso, ich habe den Test doch gar nicht geschrieben *kopfkratz*) Und Abends schmeckt der halben Familie das Essen nicht. Entweder gibt es zuviel oder zuwenig Gemüse, zu heiß, zu kalt und so weiter.

Ich bin sicher, die meisten Mütter kennen diese Szenen und noch viel mehr. Der perfekte Sündenbock und immer in der Kritik. Lob seitens der Familie Fehlanzeige – besser gesagt, Lob äußert sich in fehlender Kritik.

Doch ehrlich. Wer stellt sich nach so einem Tag hin und kann starr und steif behaupten er sei super? Selbst das größte Selbstbewusstsein wird auf Dauer mürbe, denn diese Szenen dauern etwa 18 Jahre. Bis die Kinder außer Haus sind.

Tja, aber das ist genau die Zeit, in der ich Marketing betrieben soll. So zwischen Mitte zwanzig bis Ende vierzig brauche ich beide Beine auch im Berufsleben und muss mich hier positionieren, bevor es total zu spät ist.

Doch wie heißt es so schön:

Selbsterkenntnis ist der erste Weg zur Besserung!

Ich werde also meine Bestätigung ausschließlich außerhalb der Familie holen, die Kritik der Familie ausblenden und als das betrachten was sie ist – Standartkomunikation zwischen Eltern und Kindern.

Und ich werde mein Marketing anschmeißen! Jawoll, denn ich bin gut! Meine Webseiten sehen gut aus und sind gut bedienbar! Ich bin bereit dazuzulernen und gehe auf meine Kunden ein!  Deshalb bin ich ein guter Ansprechpartner wenn jemand Fragen zum Webservice hat. Gerade auch für kleinere Unternehmen.

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7 Responses

  1. astrid sagt:

    Ja, ich kann das was du schreibst sehr gut nachvollziehen. Aber alles hat auch zwei Seiten. Familie kann einem auch Rückhalt und Selbstbewusstsein geben. Gerade was meine Tochter angeht bin ich oft, kurz nachdem ich die Sch.. Mama war, weil ich nicht einfach mal so das neueste Nintendo Spiel kaufen will oder ich Fernsehen am Nachmittag nicht mag, auch ganz wichtig. Dann will sie mir erzählen, warum sie Angst vor einer neuen Klassenkameradin hat und bittet mich um Hilfe. Solche Situationen kennst du doch sicher auch, oder? Und lernen kann man von den Kleinen so viel über sich. Gerade im Umgang meiner Tochter mit meiner Mutter erkenne ich bei Vielem, warum ich es heute so mache wie ich es mache. Und Erkenntnis ist ja der erste Schritt an etwas zu arbeiten, oder?
    Liebe Grüße
    Astrid

    • Mella sagt:

      Hey Astrid,
      vielleicht habe ich es falsch rüber gebracht. Klar kenne ich es auch, wenn die Kinder mich brauchen und mir etwas erzählen etc. Und ja, das tut mir genauso gut wie jeder anderen Mutter auch. Aber mir ging es ja ums „Protzen“. Das lädt auch nicht dazu ein, damit zu prahlen, sondern ist für mich ein schöner Liebesbeweis.

  2. Iris sagt:

    Dein Artikel ist für mich mal wieder der Beweis, dass man im Leben immer verschiedene Rollen hat und dass es ratsam ist, diese von einander zu trennen. Sonst überträgt man nämlich schlechte Erfahrungen vom einen in den anderen Bereich. Wenns die guten sind, ist das natürlich kein Problem. Ich persönlich bin sehr gut gefahren in den Kinderzeiten, wenn ich da nichts vermischt habe und habe die jeweils eine Rolle auch bewusst zum Abschalten von der anderen benutzt. Und wenns mal mit der Sündenbockrolle in der Familie zu viel wird, war ich eben auch mal weg.

    • Mella sagt:

      Die Rollen sollte man wirklich nicht vermischen, doch gerade vielen Frauen geht es so wie mir, dass sie doch eine Weile aus dem Berufsleben draußen sind und/oder einen Chef hatten, der nach dem Motto verfahren ist – net gmeckert ist gelobt -…
      Dann tut man sich mit der Trennung oft verdammt schwer.

  3. Susanne K. sagt:

    Genau!!!! Deine Blogs sind super – ich lese dort immer wieder gerne, einfach weil du gut über deinen Alltag schreiben kannst und Computerfachchinesisch für Leute mich wie verständlich übersetzen kannst und du bist auch super, weil du mir bei meinen Blogs geholfen hast und weil du dir alles selber beigebracht hast -neben Haushalt und anspruchsvollen Rotzbengeln (die genau die Männer verkörpern die du beschrieben hast: sie sind toll und die Welt liegt mir zu Füßen :grin: )

    Lass‘ dir nichts anderes einreden!

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