Wenn man einen Blog umziehen möchte, gibt es mehrere Möglichkeiten. Eine davon ist die Methode, die ich Euch nun vorstellen möchte. Achtung – sie hat Nachteile, aber auch Vorteile.
Ein Vorteil ist, ihr setzt ein komplett neues WordPress auf – und habt so keinerlei Altlasten. Zudem ist hier auch der Umzug zu einer neuen Domain möglich.
Der Nachteil ist – es kann leicht etwas schief gehen und eventuell müsst ihr dann Bilder oder anderes einzeln zuordnen. Denkt daran – ein Umzug eines Projektes ist immer mit etwas Risiko behaftet, ob wirklich alles gut geht.
Daher: vorher alles Sichern was geht!
Schritt für Schritt- Anleitung
1.Sicherungen erstellen
- Dazu erst ein klassisches Backup, wie ihr es sonst macht.
2. zusätzliche Sicherungen (lieber einmal zu viel als zu wenig) Dazu braucht ihr einen FTP-Client, wie zum Beispiel Filezilla. (eines der bekanntesten kostenlosen Programmen hierzu)
- Filezilla öffnen
- Datei – Servermanager
- neuer Server
- dannn bei Server die Domain, Verbindungsart normal, Benutzer und das Passwort angeben. Alte Daten! Also momentaner Hoster.
- Verbinden
Filezilla ist zweigeteilt. Rechts seht ihr den Server und links ist Euer Computer. (Sollte standardgemäß eine Vierteilung zu sehen sein, entweder die unteren Felder ignorieren oder die Ansicht ändern)
- Im Server nun das Verzeichnis aufrufen, wo die Daten hinterlegt sind. z.B. html, dann die Domain (siehe auch Bild)
- Auf dem Computer (links) den Ordner für die gewünschte Sicherung aufrufen
- Alle Daten vom Server markieren (Maustaste und Strg oder Umschalttaste)
- Nun einfach mit gedrückter Maustaste den markierten Bereich richtung Computer ziehen und auslassen.
- Filezilla arbeitet
- Hierzu beim Webhoster einloggen.
- PHP My Admin aufrufen
- Datenbank auswählen und Exportieren (oben) anklicken.
- schau auf das Bild rechts – Darauf achten, dass alle ausgewählt sind (links)
- SQL Kompatibilitätsmodus MSQL323 (steht im Kästchen)
- Senden
- okay
- Datei speichern.
2. Daten aus WordPress aus sichern
Im WordPress-Backend zu Werkzeuge – Daten exportieren gehen und dort alles exportieren, was möglich ist.
Eventuell müsst ihr auf zweimal sichern. Also einmal nur die Beiträge und einmal alles. Das macht Sinn, wenn der Blog schon größer ist und lieber eine Datei zuviel runter laden, als eine zu wenig. Wir arbeiten aber mit der kompletten Sicherung weiter.
3. Vorbereitung:
- Beim neuen Webspace nun alles herrichten. Die Datenbank, den Webspace und alles entsprechend zuordnen lassen. Die Domain selbst muss später umgezogen werden und dem zugeordnet werden. Aber nichtsdestotrotz heißt das Zeug alles schon so. Siehe bitte auch Domain einrichten beim Hoster
Aufgrund einer Nachfrage: Wenn innerhalb eines Hosters ein Umzug ansteht, braucht man hier ggfs eine weitere Datenbank. Zumindest für den Umzug, denn löschen würde ich immer erst dann, wenn alles geklappt hat!!!!!
- WordPress klassisch installieren (Tutorial kommt)
- Nun mit dem FTP-Programm von der alten Installation (die ihr ja vorher gesichert habt) folgende Ordner in die neue Installation übertragen:
- Themes
- Plugins
- Uploads
- auf den richtigen Ort achten – da wo sie auch vorher waren – gehören sie wieder hin. Sind übrigens alle unter WP-Content
- Nun Domain zum neuen Hoster umziehen.
- Dazu beim alten Hoster einen Auth-Code beantragen. Hier handelt jeder Hoster ein wenig unterschiedlich.
- Sobald Du den Auth-Code hast – diesen dem neuen Hoster schicken, mit der Bitte um Übertragung der Domain und um Einleitung des Transfers. Das kann oft bis zu 48 Stunden dauern.
- Der neue Hoster sollte nun auch die Domain entsprechend zuordnen. Sollte dies nicht der Fall sein, bitte nochmals dort nachfragen.
- Neues WordPress aufrufen
4. Import
- WordPress Importer installieren. Geschieht automatisch – Im Backend -Werkzeuge Dateien Importieren. Häckchen bei den Files und Attachments machen.
- ACHTUNG wenn ihr die Domain gewechselt habt, müsst ihr VORHER noch Eureren Export bearbeiten:
- XML-Editor öffnen (z.B. Exel). Alle Einträge mit www.alte-url durch www.neue-url. ersetzen. Die alten internen Verlinkungen mit der Hand nachtragen und auf jeden Fall eine 301-Umleitung einrichten! Dazu gibt es tolle Plug-Ins.
Ihr müsst natürlich jetzt alles überprüfen und wohl auch noch alle Plugins wieder neu einstellen.
Mit dieser Methode habe ich bereits 2 Blogs erfolgreich umgezogen, jedoch gebe ich keine Gewähr und wie gesagt, die Nacharbeit ist hier relativ groß. Es gibt noch eine weitere, einfachere Methode, doch hier muss man ggfs. weiterhin Altlasten mitziehen. Wer dies aus diversen Gründen nicht will (z.B. Sicherheitsüberlegungen), muss leider so verfahren.



Hast du aber gut beschrieben.Das hätte ich vor MOnaten gebraucht
Danke – Ich habe es seit Monaten vor mir hergeschoben es zu schreiben. Aber durch eine Anfrage habe ich mich aufgerafft. Ich habe übrigens noch eine leichter Möglichkeit in der Schublade. Aber diese hat auch ihre Vor- und Nachteile.
Hast du gut beschrieben, ich möchte es dennoch niemals machen müssen ;-)
LG
Sabienes
Danke :-)
Diese Methode macht man auch nicht gerne und ich würde immer versuchen einen anderen Weg zu finden. Aber was muss, das muss. Manchmal eben auch der Biss in den sauren Apfel.
Ich habs bisher immer so gehandhabt, dass ich einfach Datenbank und Daten vom FTP 1:1 kopiert habe und beim neuen Hoster eingefügt habe. Fix noch die Daten in der config geändert und fertig. ;-)
Beste Grüße, Christoph
Hi, das ist auch meine absolute Lieblingsmethode, die ich hier auch noch vorstellen werde. Doch ab und an ist auch diese Methode eine sinnvolle Möglichkeit, denn wenn schon einmal der Wurm in einer WP-Installation steckt, ist es oft besser einen sauberen Cut zu machen, als immer nur rumzudoktorn. Hatte ich hier in Nachsitzen. Plötzlich alle Links auf Nofollow und auch nicht manuell wieder abänderbar. Kein verantwortliches Plugin dafür gefunden, keine Änderung durchgeführt – ein Eigenleben. Dann keinerlei Pings möglich etc. Seit dem Neubeginn – alles sauber und ordentlich – und das war nicht mein erstes Projekt, aber der erste Blog, der so gesponnen hatte.
Klar ist das nicht die schönste Methode, aber sie hat ihre Vorteile. Aber auch Nachteile. Genauso wie das 1:1 kopieren.
[...] ich zuletzt den Umzug mit WordPress vorgestellt habe, bei dem man mit einer Neuinstallation arbeitet, möchte ich nun eine weitere [...]
Viel zu schwer das ganze insbesondere für Anfänger,
zum Glück habe ich einen Provider (www.wp-webhosting.de) gefunden, der Blogs kostenlos transferiert und vor allem wo endlich alles richtig funktioniert.
Sehr gute Anleitung. Also ich hab alles verstanden! Hoffentlich werde ich dies niemals anwenden müssen.