Struktur im Arbeitsalltag

05 Aug

Der Webmasterfriday möchte diese Woche wissen, wie mein Arbeitstag strukturiert ist. Also, ob ich einen Plan habe, Pausen machen und wann und was arbeite.

Jetzt kann ich mich mal gleich outen – ich bin sehr sehr durchstrukuriert. Nicht nur dass ich meinen Tag entsprechend geplant habe, nein auch meine ganze Woche verläuft nach einem bestimmten Muster. Dies brauche ich auch, damit ich meine Selbständigkeit mit Kinder, Schule und Haushalt auf die Reihe bringe und möglichst viel erledigen kann.

Mein Mann hingegen ist das krasse Gegenteil. Er wurstelt gemütlich vor sich hin und alleine schon beim Zuschauen wird mir schlecht. – Fakt ist aber, dass er meist weniger schafft als ich und somit ist zumindest für mich mein System also ganz gut.

Doch nun zu meiner Struktur, die sich jetzt wahrscheinlich ändern wird, da sich die Schulsituation der Kinder ändert und ich während der Woche mehr Freiraum genießen kann.

Bisheriges bewährtes System

Ich bin ein Morgenmensch. So wird direkt nach dem Frühstück der Laptop zum Leben erweckt. Teilweise sogar während die Kinder sich noch für die Schule fertig machen. Zuerst werden Emails, wichtige Social-Media Nachrichten und Feeds gelesen.

Dann geht es gleich ans Bloggen. Je nach Tag eventuell ein bestimmtes Thema, wie etwa Freitags den Webmasterfriday oder Dienstags die Tassenparade.  Dies mache ich für 2 Blogs. Einen privateren Blog und hier.

Dann kommen die anderen Arbeiten. Wenn ich Kundenprojekte habe, direkt ohne Umschweife gleich zu denen, wenn ich nur für mich Arbeite, blicke ich nochmal in die Social Medias und in meinen Feedreader.

Meist ist dann auch der Vormittag schon fast vorbei.

Bisher war es so, dass ich am Montag eh nicht so viel geschafft habe, da es auch mein Sporttag ist, dass heißt von etwa 7-9 Uhr und dann nochmal von 12 bis etwa 13.30.

Dienstag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag immer von 7.00 Uhr bis mindestens 13.00 Uhr. Dienstags meistens nach einer kleinen Mittagspause nochmal bis etwa 14,30 Uhr, da beide Kinder hier Nachmittagsunterricht hatten.

Nach meinem Laptoparbeitsende bin ich noch mit dem Hund zur Schule spaziert um mein Kind dort einzusammeln und am Nachmittag ging es dann um Hausaufgaben, Hausarbeit, Einkaufen etc. An manchen Tagen habe ich Abends ab ca. 17.00 Uhr bis maximal 20.00 Uhr den Computer erweckt, doch ab 20.00 Uhr abends ist dann wirklich Ruhe hier!

Ferien

Als Mutter bin ich ziehmlich von den Ferien abhängig. Zum Glück arbeite ich von zu Hause aus und meine Kinder sind groß genug, dass meine Anwesenheit reicht und ich nicht ständig mitspielen muss. Diese Woche sind die Kinder nicht da und schon hatte ich urplötzlich einen Arbeitstag, an dem ich etwa 8 bis 10 Stunden so richtig durchgeklotzt habe. Hier wurde meine ToDo -Liste auf den neuesten Stand gebracht und erheblich reduziert! Der Weg zum Garten stand dem Hund frei, so dass wir erst Abends so richtig mit ihm raus sind. Mittagspause ja, aber meist sehr kurz.

Wenn jetzt die Kids wieder da sind, wird es unruhiger. Es gibt einige Tage, an denen ich gut arbeiten kann, doch auch wieder Tage, an denen wir etwas Unternehmen und genau das sind die Tage, die Unruhe in meine Struktur bringen.

„Unruhetage“

Ich nenne diese Tage mal Unruhetage, diese Tage, an denen man Termine oder Ausflüge wahr nimmt (nehmen muss) und an denen man seinen  üblichen Arbeitsablauf nicht einhalten kann. Bei meiner Arbeit habe ich das Glück, dass ich diese Tage auffangen kann, indem ich vorher oder später mehr arbeite. Sprich ich muss vorbloggen oder mal auch Abends arbeiten. Doch gerade dann fallen aber auch eine Arbeitsweisen und Tätigkeiten weg, wie etwa SocialMedia etc. Twittern, Facebook und mehr nutze ich nicht mobil, zumindest noch nicht.

Leider gab es bei uns im letzten Halbjahr viele dieser Tage und deshalb habe ich in Social Media einige Einbußen hinnehmen müssen. Aber es wird sicher wieder besser werden.

Aussichten

Beide Kinder werden nun mehr in die Schule eingebunden werden. Deshalb kann ich meine täglichen Arbeitsstunden gut erhöhen. Dafür haben wir beschlossen, dass die Wochenenden in Zukunft möglichst Arbeitsfrei ablaufen. Kein kurzer Blick in den Feedreader, kein Blick in Twitter und Co. Das wird noch eine gewaltige Umstellung werden, denn auch wenn ich bisher an den Wochenenden auch nich gebloggt habe, so war ich doch im Netz unterwegs und habe einiges Nachgelesen etc.

Mal schauen, ob ich das so durchhalte wie erhofft.

Vor- und Nachteile dieses Systems

Um dieses System zu haben, braucht es sehr viel Disziplin und einen sehr durchgeplanten Alltag. Vor allem der durchgeplante Alltag war bei mir bisher sehr von den Kindern und Schule vorgegeben. Wer meinen privaten Blog kennt, weiß warum.  Dieses System hat es mir aber auch ermöglicht viel zu erledigen und Nachmittags auch mal Zeit für mich herauszuschinden, wenn auch manchmal mit schlechten Gewissen ;-) Dafür habe ich aber auch früh genug angefangen.

Der Vorteil ist, dass man auch vorarbeiten oder nacharbeiten kann, weil eben noch Luft ist. Der klare und deutliche Nachteil ist aber, dass für jede Neuerung oft erst mal Platz geschaffen werden muss. Umgeändert wird und andere Dinge wegfallen. So war Google+ für mich ein Bereich, den ich erst einbauen will und muss und der oft noch zu kurz kommt, weil ich in meinen alten Trott zurück falle. Auch Kundenprojekte bringen mich immer ein wenig durcheinander oder wenn viele Updates kommen.

Doch andererseits – die Arbeitsweise von meinem Mann, mal schauen was kommt und worauf ich Lust habe – damit hätte ich keine Selbständigkeit aufbauen können.

Wie ist das bei Euch so? Habt Ihr auch den Luxus dann zu arbeiten, wenn es passt und könnt ihr vorarbeiten? Oder wartet ihr auf den letzten Drücker, setzt Euch Abends hin und macht noch schnell schnell was oder müsst ihr sogar bestimmte Zeit an einem Ort verbringen?

Und was wichtiger ist wie motiviert ihr Euch?

Hier schon mal ein paar Stimmen:

Beim andredaub vergeht die Zeit im Fluge

Der Seoprogrammierer beginnt da, wenn ich schon wieder fast aufhöre :-)

3 Responses

  1. Iris sagt:

    Bei mir kann man ja nicht davon reden, dass ich wie viele Blogger quasi im Netz und frei arbeite, denn ich bin Lehrerin. Darum weiß ich auch gar nicht, ob mein Beitrag hier passt.Beim Lesen des Artikels sind mir aber irgendwie schon Parallelen aufgefallen, die mit dem Status der Selbständigkeit zusammenhängen. Ich habe per Stundenplan je meine Vormittage fest strukturiert, je nach Tag zwischen 8 und 14.30. In dieser Zeit läuft der Unterricht. Natürlich gibt es auch Pausen, aber die kann man eigentlich nicht als solche bezeichnen, weil man entweder Aufsicht hat oder auf die Schnelle irgendwelche Kleinigkeiten wie Kopieren, Material beschaffen, Kollegen- oder Schülergespräche erledigt. Oft mit der Stulle in der Hand und zwischen Tür und Angel, was extrem stressig ist.

    Nachmittags zu Hause dann die große Freiheit – oder auch nicht. Es ist je nach Stand im Schuljahr immer was vor- oder nachzubereiten, Papierkram zu machen. Manchmal häufen sich Klausuren, manchmal auch nicht. Alles sehr unterschiedlich, aber gemacht werden muss es. Und hier genieße ich es sehr, dass ich da wirklich freie Zeiteinteilung habe. Insofern gibt es keinen festen Zeitplan, ich entscheide spontan, nach Wetter, Lust, Laune und anderen Dingen, die zu tun sind oder ich gerne tun möchte. Als meine Kinder noch kleiner waren und ich genau wie du sehr in ihren Alltag eingebunden war mit Terminen usw., da hatte ich auch einen festen Zeitplan für die Nachmittage und habe festgestellt, dass mir der so entstandene Zeitdruck gut getan hat. Ich war einfach effektiver, weil ich unterm Strich weniger ZHeit hatte. Heute trödel ich doch gerne vor mich hin, unterbreche meine Schreibtischzeit, weil mir plötzelich einfällt, wie attraktiv Haushalt sein kann. Also ich schiebe die Arbeit schon mal vor mir her, lenke mich mit pseudo-wichtigen anderen Sachen ab. Meistens kriege ich aber rechtzeitg die Kurve, so dass kein unnötiger Stress aufkommt.

    Aktuell liegen 5 faule Sommerferienwochen hinter mir. Jetzt wird es langsam Zeit, an die Planung des neuen Schuljahrs zu denken und ich merke schon wieder, wie schwer es mir fällt. Ich erreiche meinen Hintern so schlecht, um mir selbst einen Tritt für den Start zu verpassen. Aber, wenn ich dann erstmal loslege, dann geht es ruckzuck. To-do-Listen sind da eine große Hilfe und ich freue mich, wenn ich dann sehe, wie sie schrumpfen. Das ist Motivation für mich. Und gerne belohne ich mich auch für Erledigtes, indem ich z.B. denke: Hey, jetzt schaffst du grad mal schnell dies oder jenes und dann was Leckeres Essen, ab in den Garten mit dem Buch usw. Also: Freie Zeiteinteiluing ist was Schönes, vorausgesetzt man hat genug Selbstdisziplin. Und die schwankt bei mir, aber setzt sich am Ende zum Glück immer durch. Für die vorgegebene Arbeitszeit in der Schule bin ich aber auch dankbar, denn sie strkturiert mir den Vormittag und auch das finde ich angenehm.

    • Mella sagt:

      Hallo Iris,
      natürlich passt Dein Beitrag hierher! Immer doch.
      Es ist vor allem schön zu lesen, dass einerseits Pausen (wie Sommerferien) schnell einen zu großen Break darstellend und danach erst recht wieder von neuem angefangen werden muss, und zum anderen hat mir sehr gut gefallen, wenn die Kinder dann größer werden, es auch wieder lockerer werden kann. Ich arbeite da mal darauf hin :-)
      Aber das mit dem Pseuowichtigen Arbeiten kenne ich auch. Vor allem dann, wenn ich unangenehme Arbeiten erledigen muss, oder Arbeiten die Neuland für mich sind, oder von denen ich weiß, dass ich sie nicht so gut beherrsche.
      Entweder trödle ich dann vor mich hin – was bisher bei den Kids nicht besonders gut ging, oder ich lasse die Arbeit bewußt ein oder zwei Tage liegen und reifen. Dann geht es besser. das funktioniert aber nur, wenn ich auch die Struktur habe, denn ansonsten rutschen solche Arbeiten bei mir immer mehr nach unten auf der ToDo-Liste.
      Die Strafarbeiten habe ich dann diese Woche erledigt ;-)

      Mella

  2. […] Interessante weitere Statements (falls noch nicht im Text verlinkt): online-erfolgreich.net/ .. der-seo.de .. nachsitzen.org […]

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