Sonntagsruhe??? – gibt es nicht

27 Apr

Ganz bewußt habe ich an Ostern nichts gemacht. Ähm nichts gemacht ist wohl falsch ausgedrückt – ich habe nicht gebloggt. Anderweitig war ich schon aktiv, also bei unseren anderen Projekten. Und ich war dabei nicht alleine. Nein, neben meinem Mann habe ich im Netz noch viele weitere Blogger, Seos etc gesehen und gelesen.

Und nicht nur die Internetsüchtigen waren aktiv, sondern auch eine Menge Firmen und deren Angestellten. Dachte ich noch „die armen Schweine“, die an Ostern in der Bäckerei stehen müssen, so musste ich diesmal leider feststellen, das es schon fast zur Gewohnheit wird, dass an Feiertagen und Wochenenden gearbeitet wird.

Dabei rede ich jetzt nicht von den Hobby-Bloggern, obwohl ich es bei diesen auch nicht ganz verstehe – das Wetter ist schön, Familie und Freunde haben frei, oder sollten es zumindest haben, die Kinder haben Ferien. Warum wird dieses Leben nicht mal genossen. Einfach mal einen Tag lang den Computer aus lassen. Nichts tun. Faulenzen. Langeweile haben.

Dabei darf ich mich überhaupt nicht ausschließen. Auch wenn wir mit den Kindern etwas unternommen haben und auch so ein wenig Freizeit genossen haben, so habe ich doch gearbeitet, genauso wie mein Mann. Wir haben die gemeinsame Zeit genutzt an unseren gemeinsamen Projekten zu arbeiten, denn dies können wir nun mal nur dann, wenn mein Mann auch frei hat.

Doch gehören wir absolut nicht zu den Kunden, die, wenn sie an Ostern eine Email schicken, dass ihnen aufgefallen ist, dass mehr Speicher benötigt wird, bzw. um 21.30 Uhr abends eine Frage noch losschicken (mein Mann gestern neben Fussballspiel), auch wirklich eine Antwort erwarten. Nein eine prompte Antwort freut uns und schockiert uns gleichermaßen. Natürlich ist ein guter Kundenservice schön, doch darf man auch mal Pause machen? Ruhe haben?

Anscheinend langsam nicht mehr, unsere Gesellschaft wird immer leistungsorientierter. Das fängt bei den Kindern an (ich sehe es bei meinen Kids) und hört anscheinend bei der Sonntagsruhe nicht mehr auf.

Um aber mal eines klar zu stellen: Samstags und Sonntags, sowie an höheren Feiertagen werde ich auch weiterhin nicht bloggen. Vor allem, dann ab September, wenn bei uns jedes zweite Wochenende heilig wird. Dann werden wir sogar versuchen den Computer möglichst aus zu lassen. Ich weiß, dass wir damit vollkommen gegen den Trend schwimmen, doch hat dies einerseits private Gründe, und zum anderen – wie soll ich sonst mal meinen Akku wieder aufladen können? Woher soll ich neue Ideen und neue Energie nehmen, wenn ich nicht ab und an mal meinen Kopf frei werden lasse?

Und wenn ich ehrlich bin, erschreckt mich diese Wendung auch. Bisher hatte ich immer eine Ausrede, warum wir so handeln (weil wir die freie Zeit an anderer Stelle nehmen), doch dies stimmt leider so auch nicht mehr ganz.

Wie ist es eigentlich bei Euch, arbeitet Ihr an Sonn- und Feiertagen auch? Findet ihr das auch erschreckend, dass man oft sonst mit der Arbeit nicht mehr fertig wird? Oder arbeitet ihr vor um den Schein zu wahren am Wochenende aktiv zu sein?

Erwartet ihr diesen Service oft sogar?

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11 Responses

  1. René sagt:

    Arbeiten muss ich nicht am Samstag und Sonntag, geschweige denn an Feiertagen. Dennoch schreibe ich meine Artikel für meinen Blog, aber nicht weil ich es muss, sondern weil ich es möchte, ich sehe so etwas auch nicht als Arbeit an…

    Ich setzte mich irgendwo gemütlich hin mache meinen Laptop auf und fange einfach an, so schreibe ich dann nicht nur meine Artikel, sondern mache auch noch an meinen Projekten weiter…

    Anders als wohl bei manchen muss ich dies halt nicht machen, da es nicht von der Arbeit ausgeht oder sonst wem, sondern nur von mir und so habe ich auch die Wahl ob ich es machen möchte oder nicht und da es meine Leidenschaft ist mache ich es auch gerne!

    • Mella sagt:

      Klar macht man sowas freiwillig und weil man es möchte. Doch warum immer gerade an Wochenenden. Okay, oft weil es einfach Spaß macht, doch ich finde es gibt immer noch einen Unterschied zwischen Wochenende und Ostern. Oder?

      • René sagt:

        Weil ich unter der Woche ganz normal Arbeiten muss wie die meisten auch. Sofern man Religiös ist mag vielleicht Ostern ein Tag sein der heilig ist, für mich ist es ein Tag den ich mit der Familie verbringe und Spaß habe…

        • Mella sagt:

          Ich gehe jetzt gar nicht mal so sehr von Religion aus, doch es sollte ein paar Tage im Jahr geben, an denen die Familie im Vordergrund steht und Ostern ist doch auch ein Familienfest – egal in welcher Religion – es reicht ja sich über den Frühling zu freuen und das schöne Wetter zu genießen.

          • René sagt:

            Ich habe doch nichts anderes gesagt:
            >> Für mich ist es ein Tag den ich mit der Familie verbringe und Spaß habe…

            Das ich mich anschließend noch an ein Projekt setzte liegt daran das ich daran Spaß habe und keinen zwang, denn mich könnte keiner dazu bewegen wirklich zu arbeiten an einem freien Tag…!

          • Mella sagt:

            dann hast Du es perfekt getroffen, doch würdest Du sagen, dass Du der Masse angehörst und es ggfs. auch von anderen erwarten?

            Das ist das ws ich langsam so befürcht, bzw wie es mir auch vorkommt.

  2. Sylvia sagt:

    Ich versuche zu vermeiden, Sonntags und abends/nachts zu arbeiten, aber manchmal geht es nicht anders, weil an den Wochentagen die Familiendinge zu viel Zeit benötigt haben (Arztermine, Lehrergespräche, Fahrdienste). In meinen ersten Jahren habe ich sogar fast nur abends und an Gögas freien Tagen gearbeitet, denn Kinderbetreuung war teuer. Das waren damals jedoch deutlich weniger Wochenstunden als jetzt.

    Allerdings stelle ich zunehmend fest, dass die Kunden, besonders die unter 40, sehr viel fordernder geworden sind. In Vor-Internetzeiten war es normal, auch mal ein paar Tage auf eine schriftliche Bescheinigung warten zu müssen, heute heißt es „können Sie mir das noch bis 12.00 Uhr kurz mailen“. Auch die Erreichbarkeit wird – kleiner Fluch des Handys – immer mehr ausgeweitet. Kunden rufen inzwischen zu jeder, wirklich jeder denkbaren Zeit an. Sie haben zwar keine Handynummer von mir, aber sie sind dank viele Callcenter einfach daran gewöhnt, dass jederzeit Anrufe entgegengenommen werden.

    Während meine Rentner sich entschuldigen, wenn sie abends um sieben ausnahmsweise mal stören, nehmen meine jüngeren Kunden mich vollkommen selbstverständlich in Anspruch. Mein „Rekord“ liegt übrigens bei einem jungen Mann, der sich abends um 23.00 Uhr seine Nebenkostenabrechnung erklären ließ (ich ging nur ans Telefon, weil ich an einen Notfall dachte….) :cwy: .

    • Mella sagt:

      Genau, das meine ich. Werden wir fordernder? Ist es nur die jüngere Generation und haben wir unsere Kunden „falsch“ erzogen?

      Stimmt, die Erreichbarkeit ist auch eindeutig ein Nachteil. Ich hatte mal jemanden, der kapierte einfach nicht, dass wir zu Hause keinen Handy-Empfang haben. Meinst Du der hätte einmal die Festnetznummer probiert? Denn dann hätte er mich erreicht – aber so…..

  3. René sagt:

    Ne erwaten tue ich es nicht, denn irgendwann muss auch mal Schluss sein. Wenn man jedoch genau überlegt dann müssen es ja manche auch, denn wenn die Polizei sagen würde das sie nicht kommen kann da Ostern ist würde ich mich auch Aufregen…

    Es müssen viele Arbeiten und das obwohl wir uns dessen gar nicht so bewusst sind, Die Gastronomie, Fluglotsen, Piloten usw.!

    Es kommt immer auch den Bereich an…

  4. Jana sagt:

    Hauptsache das ganze wird nicht zum Zwang würd ich sagen. Also dass man Sonntags und Feiertags nicht arbeiten DARF, selbst wenn man möchte oder so. Trotzdem haben die festgelegten Ruhetage ja auch ihren Sinn, dass man eben nicht vergisst auch mal abzuschalten und sich zu erholen. Ist dann die Sache eines jeden einzelnen, wie man damit umgeht. Ob man es schafft, sich eigenständig freie Tage zu nehmen, oder sich von den gesetzlichen Feiertagen abhängig macht.

    • Mella sagt:

      Zum Zwang darf es nie werden, außer man hat einen Job, an dem Sonntagsarbeit normal ist. Doch da gibt es ja zumeist Freizeitausgleich, welche bei den Bloggern eben oft nicht gegeben ist. Wir arbeiten immer durch – 7 Tage die Woche. Zumindest hat man hier oft den Eindruck.

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