So geht es doch auch!

02 Nov

Zur Zeit stoße ich immer wieder an das Thema Service. Sei es im Krankenhaus, im Geschäft oder in Behörden. Genauso auch das Thema – soziales Engagement.

Ja, ich weiß, Weihnachten naht und gerade das letzte Thema lässt uns instinktiv den Geldbeutel extra nochmals tief in der Tasche versenken, doch ist es oft zu kurz gedacht.

Beispiel: Ich engagiere mich für den Förderverein einer Schule. Die Vorsitzende hatte alle Firmen, die regelmäßig bei der Schule aktiv sind (dort fanden in letzter Zeit größere Umbauten statt und es ist noch nicht alles erledigt), angeschrieben. Ob sie denn kein Interesse hätten den Förderverein beizutreten und zu unterstützen. Dies könnte durch Spende, Mitgliedschaft (12 € im Jahr) oder durch Material/Arbeitsleistung geschehen.

Nur Einer hat geantwortet.

Der Förderverein plant aber einige Dinge, bei denen die Handwerker auch Aufträge bekommen könnten – oder auch nicht. Kurz gedacht – oder? Zudem kann man immer Werbung mit seinem sozialen Engagement machen und absetzbar sind die Summen auch.  Hm.

Genau das gleiche Thema – Leistung. Ein Mädchen in der Klasse von Torben war ganz traurig weil ihre Brille schief ist. Sie hatte Angst damit nach Hause zu kommen, da sie dort Schimpfe erwartet. – Warum? Weil deren Optiker für das Geradebiegen jeweils Geld verlangt. Gut dass dies mein Optiker nicht macht, denn sonst wäre ich schon lange am Bettelstab. Dieser bekommt dafür aber Kunden von mir. Torben hat das Mädchen dort auch hingebracht, sie war ganz begeistert und unser Optiker hat nun neue Kunden.

Auch Behörden können gute Leistungen bringen. Ich war heute aus mehreren Gründen in der Stadtverwaltung. Alles ohne Termin. Da war ich im Tourismus-Büro und habe einiges nachgefragt, im Abfall-Amt, und im Bauamt. Dort sogar direkt beim Leiter. Alle Angestellten haben sich sehr viel Zeit für uns und unsere Probleme genommen und haben sich sehr nett und kompetent um uns gekümmert. Danach war ich noch im Stadtarchiv, wo mir gleich alles nötige rausgesucht wurde.

Nette freundliche Behandlung. Was hat es gebracht – ein für alle Seiten angenehmes Gespräch, zufriedene Bürger und ein sehr entspanntes Arbeiten.

Dies war zuletzt im Krankenhaus nicht so ganz der Fall. Ich war in Rechts der Isar – ein sehr großes Krankenhaus und dort in der Augenklinik-Ambulanz. Als Notfall ohne Termin. Die Wartezeit betrug etwa 5 Stunden, wobei auf Behandlung etwa 30 Minuten entfielen.

Es war viel los und ich war alleine. Es gab einen Getränkeautomaten. Doch warum gibt es dort keinen Kaffee oder Snacks? Ich konnte nicht weg, weil ich eventuell aufgerufen würde. Warum gibt es keine Zahl – so nach dem Motto ich bin Nr. 56 und nun ist Nr. 40 gerade dran, kann also mal kurz raus gehen.  – Hier fehlte es am Service und auch wenn die Behandlung selbst recht gut war, so bin ich mit einem sehr unbefriedigten Gefühl nach Hause gegangen und war über die Situation wirklich nicht glücklich. Vor allem, wenn mit diesen einfachen Möglichkeiten der Service verbessert werden könnte. Dies ist oft gar nicht mal teuer, im Gegenteil, ein Kaffeeautomat würde auch Geld bringen.

Warum sollten wir nun besseren Service bieten und auch verlangen. Warum sich sozial engagieren und eventuell kostenlose Arbeitskraft oder Geld zur Verfügung stellen? Weil Service Kunden bringt, genauso wie ein viel entspannteres und ruhiges Arbeiten. Oft viel bessere Ergebnisse und vor allem langfristig einen besseren Stand. Die Kunden sind zufriedener und die beste, günstigste und effektivste Werbung ist immer noch die Mundpropaganda.

 

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