Region Fribourg ist eine Reise wert

20 Jan

Jetzt haben wir wieder Schnee und da fällt mir ein, dass ich Euch ja noch einen Artikel über unseren Trip nach Fribourg schulde.

Diesmal möchte ich Euch eine Anregung geben, was man alles in 3 Tagen erleben kann. Das ist einfach wahnsinn. Natürlich könnte man auch alles in Ruhe über eine Woche verteilen, doch wir haben mal Urlaub wie die Japaner gemacht – volles Programm.

Nun zum Protokoll:

Freitag

16.30 Anreise mit dem Zug und nur einmal Umsteigen in Stankt Gallen. Wir hatten zum Glück keine Verspätung und kamen um 22.30 Uhr an. Der Hotelempfang war sehr nett und wir waren nach Schultag und Arbeitstag richtig müde.

Samstag

Nach dem Aufstehen haben wir erst mal das tolle Frühstücksbuffet ausgenutzt und uns die Bäuch vollgeschlagen. Besonder angetan hatte es mir das Bircher Müesli.

Danach haben wir am Vormittag Fribourg angeschaut mit der schönen St. Nikolaus-Kathedrale. Diese ist wirklich schön, doch da die Schweizer schlau sind, und vorher gerechnet haben, sieht der Turm etwas kurz aus (ist so gewollt) und sie haben gleich die Skizzen und Vorlagen anderer Kirchen genutzt. So kann man auch Geld sparen. Wir konnten auch gleich noch in den kleinen Gassen ein paar der Weihnachtsmärkte besuchen. Dort gibt es ganz andere Sachen als zu Hause, wie etwa viele Lebkuchen und Bethmännchen.

Mittags haben wir dann unsere Bloggerkollegen und unsere Reiseführerin Andreia im Bahnhof getroffen. Aufgrund kurzfristiger Absagen, durften nun auch meine beiden Begleiter an dem Trip teilnehmen (eigentlich waren nur ich und Torben als Kameramann gebucht).  Statt zu Fuß ging es jetzt mit den Bussen weiter. In Fribourg fahren diese übrigens mit Strom und nicht mit Diesel. Fortschrittlich sag ich nur.  Im Hotel gab es dann ein leckeres 4-Gänge- Menue. Schade nur, daß wir noch vom Frühstück so satt waren.

Fischterrine

Fischtrerrine mit fritierter Roter Bete

Kalbsmedaillon an Gnocchi, Gemüse, Weintrauben und Nüssen

Kalbsmedaillon an Gnocchi, Gemüse, Weintrauben und Nüssen

Salat mit Mozzarella-, Schinkenrollen

Salat mit Mozzarella-, Schinkenrollen

Nougateis mit Früchten und karamellisierten Pfirsich

Nougateis mit Früchten und karamellisierten Pfirsich

Am Nachmittag haben wir Stadtgolf ausprobiert, dazu gibt es dann einen eigenen Bericht noch. Nach dem Golf haben wir die Unterstadt besucht. Dabei handelt es sich um die Altstadt von Fribourg, die um einiges niedriger liegt als der neuere Teil. Um in die Unterstadt zu kommen, haben wir das Funiculaire genutzt. Torben hat dieses ganz gut in seinem Film erklärt.  Wahnsinn, das dieses kleine Bähnchen schon 111 Jahre auf dem Buckel hat und nur mit Wasser und Schwerkraft funktioniert.

Doch dann kam der eigentliche Höhepunkt des Tages. San Michel – der dortige Nikolaus zieht feierlich durch die Stadt. Ein Megaauflauf sage ich Euch. Zum  Glück wurde Torben zum Filmen vorgelassen. Ich als Minizwerg stand ganz hinten. Zum Glück hielten genug Leute Kameras hoch, so dass ich in den Monitoren von diesen doch noch ein wenig erkennen konnte.  San Michel ist hier wirklich ein Großereignis.

Abends waren wir dann noch zum Käse-Fondue in einem der typischen kleinen Lokale eingeladen. Sehr lecker und sogar Stef hat nun ein Käsefondue entdeckt, welches ihm schmeckt.  Absolut vollgefressen ging es dann ins Hotel.

Sonntag

Am nächsten Tag haben wir alle miteinander gefrühstückt, danach ging es nach Gruyères. Natürlich haben wir eine der hier ansässigen Käsereien besucht, denn wenn man schon mal da ist, muss man den Le Gruyère auch kennen lernen. Gruyères ist ein wunderschönes mittelalterliches (originalgetreues) Städtchen. Dort durften wir das typische schweizer Erntedank-Gericht probieren. Zumindest 3 von den etwa 14 Gängen.

Im Holzofen gebachenes Baisser mit Doppelrahm

Kohlsuppe

Kohlsuppe

Schinken, Speck,Wurst auf Kraut mit Kartoffeln und kleiner einheimischer Birne

Deftig, aber lecker. Der Weg zum Schloß Gruyères war dann ein willkommener kleiner Verdauungsspaziergang. Das Schloß selbst ist eindeutig eine Besichtigung wert und wir hätten dort noch viel viel mehr Zeit verbringen können.

Chateaux-Gruyères

Chateaux-Gruyères

Hier habe ich es echt bedauert, nicht länger die tollen Säle etc. bestaunen zu dürfen, vor allem weil der Kurator uns dort eine sehr interessante Führung zukommen lies. Man hat eindeutig gemerkt, dass ihm die Arbeit Spaß macht und er sehr viel weiß.

Für uns selbst war vor allem ein Unterschied zu Wasserburg sehr interessant: Gruyères selbst ist meilenweit weg von den Salzstraßen und Salz war demzufolge sehr lange Mangelware. – Ganz im Gegensatz zu Wasserburg. Der Inn war eine der Hauptrouten für das Salz und wir haben unseren Wohlstand eben jenem Salz zu verdanken – und es war hier nie ein seltenes Gut.

Nach dem sehr interessanten Ausflug ging es noch in die Schokoladen-Fabrik. Schweiz ohne schweizer Schokolade geht ja wohl gar nicht. Und der Traum von Torben wurde wahr. Dieser hat sich auch mehr für den interaktiven Vortrag  interessiert, währen Sixten sich bei den Kostproben nicht zurückhalten konnte. Ich glaube er war der einzige aus der Gruppe, der wirklich alle Sorten probiert hat. Wir anderen haben irgendwann aufgegeben, sogar unser Schokoholic Stef.

Nachdem wir Sixten mühselig vom Schokoladenhimmel getrennt haben und unsere Einkäufe eingepackt haben ging es nochmal nach Fribourg. Zufälligerweise fand ein Konzert eines Chores statt, welcher im Schweizer Fernsehen einen Wettbewerb gewonnen hatte. Doch leider waren die Kinder schon langsam fertig und von der Schokolade aufgepuscht und Open-Air im Schnee nicht wirklich warm, so dass es zwar gut, wir aber nicht bis zum Ende ausgehalten haben.

Zum Abschied hätte es noch ein Abendessen gegeben, doch unser Bäuche waren noch voll und sogar Torben, auch Mampfi genannt, hat dankend abgelehnt. Wir haben lieber einen früheren Zug genommen. Dies war eine gute Entscheidung, denn eine Verspätung jagte die nächste. So hatte dieser Zug gleich Verspätung und in Bern haben wir den Zug nach Basel so ganz gut erwischt. In Basel hatten wir noch kurz Zeit bis nach Heidelberg. Unser Zug hatte Verspätung, doch da waren wir ganz froh drüber, denn in Heidelberg sollten wir etwa 1,5 Stunden Aufenthalt haben. Leider hatte der Anschlusszug nochmals etwa 50 Minuten Verspätung, so dass uns die Zeit sehr lang wurde. Es war nichts geöffnet, der Bahnhof kalt, unbequem und nur eine einzige Bank stand etwas geschützt. Doch leider so weit vom  Schuss, dass wir dort nicht allzulange blieben, denn es könnte ja sein, dass der Zug doch etwas früher kommen könnte.

Als wir dann endlich im ICE nach München saßen haben meine 3 Männer geschlafen – nur ich nicht. :pinch:

Da es nun schon Montag war, als wir wieder in München gelandet sind, ging es gleich nach Hause. Leider hat der Zug die Stunde Verspätung nicht aufgeholt, so dass es noch etwas knapp zur Schule war. Wir hatten die Schulränzen leider nicht mit ins Auto genommen, so dass wir diese nachliefern musten und auch das Frühstück fiel als schneller Bissen auf dem Bahnsteig aus. War aber nicht schlimm – wir waren immer noch satt.

Sixten ist dann in der Schule eingeschlafen – zumindest haben das die Lehrer behauptet, so dass er nicht am Energy-Dance teilgenommen hat. Zuhause war aber von Müdigkeit keine Spur mehr und auch Torben hat seinen Schultag gut überstanden.

Insgesamt war es ein schöner und aufregender Ausflug, von dem wir noch lange zehren und an den wir uns gerne zurück erinnern. Obwohl wir in Zukunft keine so lange Anfahrt mehr in Kauf nehmen werden.

Hier noch ein Video im Schnelldurchlauf:

Wer nun auch Lust bekommen hat, kann gerne über die Region Fribourg buchen

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2 Responses

  1. […] Region Fribourg – Videoreview mit längerem Begleittext bzw. Erfahrungsbericht […]

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