Pflege von Webseiten

22 Jan

Wenn man eine neue Webseite hat und diese dann endlich so geworden ist, wie man sie sich vorstellt, hat man natürlich auch Interesse, dass diese bekannt wird.

Am einfachsten ist es wohl, wenn man mit anderen Webseiten Links tauscht. Auf die Feinheiten möchte ich im Moment gar nicht näher eingehen, das werde ich hier separat ausführlich mal behandeln. Doch als Grundgedanke zählt, ich verlinke dich – du verlinkst mich.

Eine Bekannte von mir war nun auch so weit und hatte eben auch viele potentielle Tauschpartner, da ihre Seiten sich gut ergänzen würden. Macht ja auch Sinn, wenn man den eigenen Lesern weiterführende Informationen zur Verfügung stellt.

Doch dann passierte folgendes:  (das was mich eigentlich sehr erschreckte)

  • Ich weiß nicht wie das geht!
  • Ich habe keinen Zugriff auf meine Webseite.
  • Ich weiß nicht mehr, wer die Seite mal gemacht hat und weiß auch nicht wie ich diesen erreichen kann.
  • Warum sollen wir das machen, das hat doch keinen Sinn.

Uff – wir sprechen hier von gewerblichen Webseiten! Also von Webseiten, die Unternehmen repräsentieren sollen. Über die diese Unternehmen gefunden werden möchten und so über das Internet neue Kundschaften anlocken möchten.

Okay, es sind meistens kleine Betriebe, doch das ist doch egal!!!!! Auch ein kleiner Betrieb braucht eine Webseite, die das Unternehmen repräsentiert und auch in kleinen Betrieben gibt es Änderungen. Alle paar Jahre (max. 2) muss sogar eine „Visitenkarte im Netz“ überprüft werden, ob sich die Adresse etc. geändert hat. Und erst recht bei Hompages, die noch mehr Informationen über das Unternehmen bieten.

Mir persönlich ist es aufgefallen, dass ich selbst meist etwa alle 6 Monate unsere Webseiten alle „in der Hand“ habe. Sei es, weil sich in der Impressumspflicht etwas geändert hat oder weil Ergänzungen etc. nötig sind. Wegen den Linktausch oder Linkeinbau habe ich die Webseiten noch zusätzlich in der Hand, aber das zählt für mich nicht, da ich meist nur den Link einbaue und gleich wieder raus bin – also ein 2 Minutenjob.

Aber ein sehr wichtiger 2-Minutenjob. Denn wie sollte sonst meine Webseite bekannt werden, wenn nicht über Links. Und um Links zu bekommen – es ist halt ein Geben und ein Nehmen.

Erst zahlt man oft sehr viel Geld für die Erstellung der Unternehmens-Webseite und dann liegt ungepflegt jahrelang im Netz brach. Doch eine Homepage braucht dauernde Pflege. Das bedeutet nicht, dass sie jeden Tag überprüft werden muss. Das ist sicher nicht nötig. Doch immer wieder muss sie angeschaut und durchgeschaut werden, ob Änderungen, Neuerungen, oder Ergänzungen Sinn machen würden.

Meist schrecken kleine Firmen die Kosten, die dann auf sie zukommen, doch das muss man relativiert betrachten. Habe ich selten Änderungen, und wenn, dann nur kleine, sind die Kosten für diese Änderungen meist auch nicht hoch und fallen nicht regelmäßig an. Bei Linktausch würde ich eine Pauschale vereinbaren, so für 5 Links etwa 10 bis 20 € (finde ich als angemessen, vom Arbeitsaufwand her, wenn diese alle gesammelt auf etwa der Partnerseite eingebaut werden).

Doch wenn nun regelmäßig Änderungen nötig sind (weil Preise, Personal etc auch vermerkt sind), dann sollte sich VOR Erstellung einer Homepage Gedanken gemacht werden, ob nicht ein System sinnvoll ist, dass man selbst bedienen kann. Diese Webseiten kosten zwar Anfangs mehr Geld und eine Einarbeitung ist auch nötig – doch die späteren Pflege-Kosten fallen hingegen weg. Es ist eine reine Rechnerei und man selbst ist dann halt in der Verantwortung, dass das System dann aktuell bleibt. Doch das sollte ja auch im eigenen Interesse so sein, oder würdet Ihr bei einer Firma über das Internet Kunde werden, wenn deren Webseite veraltet ist?  Die Konkurrenz ist nur ein Klick entfernt.

Meine Bekannte hat es leicht. Sie hat sich für ein System entschieden, welches sie selbst verwalten kann. Die Ursprungs-Webseite war auch so eine kleine ungepflegte veraltete Seite und es kamen über das Internet immer weniger Kunden auf sie zu. Warum wohl. Sie hat diese Zeichen erkannt und nun die alte Seite in die Tonne gekippt und Nägel mit Köpfen gemacht.

Jetzt hat sich auch für die nächsten Jahre ausgesorgt und kann Änderungen und Ergänzungen ganz leicht und schnell einarbeiten.

Wenn Ihr zu dem Thema Fragen habt oder Anleitungen für Einbauten etc. braucht, bitte über die Kommentar melden, mal schauen, was sich daraus ergibt. Artikel, Tutorials etc.

Tags: ,

2 Responses

  1. Sylvia sagt:

    Mich erschreckt (oder beschämt – such dir was aus *g*), dass dich erschreckt, wie ahnungslos manche Webseiteninhaber sind.

    Ich kann meine Firmenhomepage nicht selbst bearbeiten, nicht aufrufen, NIX. Das macht alles eine liebe Freundin „vom Fach“. Denn – berufich habe ich null und nichts mit Webseiten zu tun, der Alltag ist einfach soooo anstrengend, dass zwar ein Wille da ist, aber das Hirn ist so müde *seufz*.

    Wahrscheinlich geht es ganz vielen Kleinunternehmern so.

    Ich glaube, du bist da schon so sehr Experte, dass es dir ganz fremd ist, wenn jemand nur Bahnhof versteht. Ist nicht böse gemeint, ähnliches hat mir kürzlich jemand gesagt, als ICH total fassungslos darüber war, dass jemand zwar großkotzig (sorry) einen auf Eigentumswohnungsvermieter macht, aber sowas von gar keinen Plan von seiner Nebenkostenabrechnung hat – als Betriebswirt….

    Ansonsten hast du absolut recht, die Homepage muss man pflegen, auch wenn’s oft ganz schön lästig ist. Meine letzten drei Objekte habe ich über’s Internet bekommen, die Leute haben NICHT über das (gedruckte) Branchenbuch gesucht, sondern gegoogelt.

    Wahnsinn, wie sehr sich das alles in den letzten 10 Jahren geändert hat !

    Sagte ich schon, dass ich dein Blog hier super informativ finde :whistle: ?

    • Mella sagt:

      Hi Sylvia, Danke für das Lob, doch ich glaube ich muss lernen mich besser auszudrücken :-)
      Mich erschreckt nämlich am meisten, dass die Leute kein Interesse haben die Webseite zu Pflegen. Du hast ja eine Freundin, die sich um die Seite in Deinem Auftrag kümmert. Da brauchst Du selbst ja nicht ran.
      Doch viele Unternehmen wissen oft gar nicht mehr, wer die Seite programmiert hat. Sie haben also noch nicht mal einen Ansprechpartner. Und wenn dieser nicht vorhanden ist, müssten sie in meinen Augen selbst in der Lage sein dies zu tun.
      Wie Du auch schon selbst in der Praxis feststellst, ist es echt so, dass Google das Branchenbuch ersetzt. Schön, dass Du diese Einschätzung von mir so gut bestätigen kannst.
      Mag sein, dass ich hier schon zu sehr vom Fach bin, doch ich habe auch erst vor gut 3 Jahren angefangen, als mir klar wurde, wie abhängig ich von meinem „Webmaster“ war, und wie wenig mir das gefallen hat. Daher versuche ich nun den Weg zur Selbsthilfe zu gehen.
      Mella

Leave a Reply