Mit Liebe dabei sein und hinter seiner Arbeit stehen

20 Apr

Ein Punkt, der meines Erachtens oft viel zu wenig Beachtung findet, ist dass einem die Arbeit Spaß machen soll. Vor allem oder gerade dann, wenn man selbständig ist. Wer da nicht hinter seiner Arbeit steht und mit Liebe und Freude ans Werk geht, wird auch dauerhaft keinen oder besser gesagt, keinen großen Erfolg haben.

Natürlich hat man immer mal wieder einen Hänger, und die Arbeit macht weniger Spaß und ab und an fehlt auch sicher mal die Lust dazu. Doch insgesammt sollte es Freude bereiten.

Denn wie soll man sich jeden Tag den sonst motivieren an die Arbeit zu gehen, wenn man nicht will. Selbstständig heißt ja auch selbst (es ist keiner da, der einen antreibt) und ständig (man muss sich ständig wieder daran machen). Und ich glaube jeder stimmt mir zu, wenn ich die Theorie aufstelle, dass die Arbeit besser ist, wenn man Spaß daran hatte.

Doch was soll man tun, wenn einem die Arbeit so ganz und gar nicht gefällt, bzw. auch nicht dem Naturell entspricht? Gerade das Naturell ist z.B. im Außendienst oder in sozialen Berufen sehr wichtig. Wenn man kein Verkäufertyp ist, dann wird man sich im z.B. Versicherungsgeschäft- Außendienst immer schwer tun. Ich weiß, wovon ich rede.

Doch was nun tun, wenn es keinen Spaß macht?

Hier stehen mehrere Möglichkeiten zur Verfügung:

  • wenn man es sich leisten kann und es einfach wirklich nicht passt, dann die Sparte und den Beruf wechseln. Dies ist die extremste Variante und bestimmt nicht der leichteste Schritt. Doch manchmal auch die einzige Möglichkeit. Man darf dabei auch nie vergessen, dass nur ein Bruchteil aller Verdiener wirklich noch in ihrem zuerst gelernten Beruf tätig sind. Also man ist nicht alleine, wenn man wechselt. Hier gäbe es dann die Möglichkeit einer Umschulung, eines Quereinstiegs oder einer Fortbildung (auch mit Abendschule) Dieser Schritt muss auch vorbereitet und gut durchdacht werden.
  • ein weniger krasser Schritt ist es die Ausrichtung zu ändern. In einer größeren Firma würde dies bedeuten, die Abteilung zu wechseln. Im selbständigen Bereich kommt es auf den einzelnen Beruf an. Oft könnte man mit einer Spezialisierung in einen bestimmten Bereich schon viel erreichen, z.B. als Kosmetikerin könnte man sich auf Gesichtsbehandlungen oder nur auf das Make-Up konzentrieren. Oft ist dieser Schritt zwar eventuell mit finanziellen Einbußen verbunden, doch wenn dann die Arbeit wieder Spaß macht…. Desweiteren muss auch dieser Schritt nicht von Heute auf Morgen vollzogen werden, sondern kann in kleinen Schritten immer mehr in die Richtung gehen. Auch hier könnte eine Fortbildung oft helfen. Desweiteren ist es in diesem Bereich sehr wichtig, den Markt zu analysieren. Ob auch genug Kunden vorhanden sind, und wie die Konkurrenz ist. Hier hat man oft den Vorteil, dass man ja bereits im Markt drinnen ist und diesen oft schon kennt. Wer Glück hat, findet sogar eine Marktlücke
  • oft reicht es aber auch schon aus, die Arbeitsweise selbst zu ändern. Denn oft liegt es gar nicht an der Arbeit selbst, sondern auch an der Technik. Wer zum Beispiel immer die Reifen mit einem Reifenheber wechselt, wird mit einer Arbeitsbühne ein ganz anderes Arbeitserlebnis haben und oft sogar die Freude wieder finden. Da lohnt es sich die eigene Branche mal zu beobachten und schauen, was Kollegen machen, welche Neuerungen auf den Markt gekommen sind und was eventuell für die eigene Arbeit in Frage kommt. Klar ist das meiste mit einer Investition verbunden. Doch diese ist ja bald wieder eingearbeitet, wenn dann die Arbeit wieder Spaß macht und jede Firma muss investieren um dauerhaft überleben zu können.
  • ein heiklerer Punkt ist, wenn die eigenen Kunden nerven. Ich weiß, das gibt keiner gerne zu, denn man lebt von den Kunden und dass immer mal wieder einer dabei ist, mit dem man nicht so kann, ist auch klar. Doch manchmal ist es leider so, dass man von allen genervt ist.  Das ist eine fatale Situation, die auch viel Fingerspitzengefühl erfordert. Zuerst einmal, sollte man überlegen, ob man selbst eventuell der Auslöser ist. Weil man gestreßt ist, oder weil man seine Kunden „falsch erzogen“ hat. Vor allem bei letzterem, sollte man ganz vorsichtig aber deutlich einen Richtungswechsel herbeiführen. Ach ihr wisst im Moment nicht, wovon ich spreche? Schaut Euch mal um, ich spreche von diesen „verwöhnten“ Kunden, die immer alles fordern, aber selbst meist nicht mal pünktlich zahlen wollen. Die sofort bedient werden müssen (zumindest der Meinung sind) und aber selbst immer alles in letzter Sekunde bringen. Und wie gesagt, wenn mal einer oder zwei oder auch drei von diesen Kandidaten dabei sind, dann ist das noch ganz normal. Doch was ist, wenn der Großteil der Kunden aus diesem Klientel besteht? Genau, dann hat man vielleicht auch selbst mal etwas falsch gemacht und muss nun die Kunden dezent und ganz langsam daran gewöhnen, dass es fortan evtl. Wartezeiten gibt etc.  Wenn dann die Trendwende vollzogen ist, kehrt dann der Spaß auch wieder zurück und die meisten Kunden nehmen das auch nicht übel.
  • Zu guter Letzt: der Beruf entspricht nicht dem eigenen Naturell. Hier empfehle ich einen klaren und deutlichen Schnitt. Entweder im eigenen Beruf die Sparte wechseln, also z.B. Operationskrankenschwester zur Säuglingsstation – da hat man zumindest schon mal die Grundlagen – oder eben eine Umschulung.

Auch wenn die meisten Schritte viel Arbeit bedeuten und nicht selten auch erst mal mit Einbußen verbunden sind, so sind es diese es auch oft wert, wenn man dadurch wieder Spaß an der Arbeit hat. Denn wir verbringen nun mal einen Großteil unserer Zeit im Erwerbsleben und unser Leben ist zu kurz und zu schön um es mit Dingen zu vergeuden, die uns körperlich und seelisch kaputt machen. Das bedeutet aber nicht, dass wir unliebsame Arbeiten nun wiederum gar nicht mehr machen. Doch sollten sie nich die Überhand gewinnen.

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