Kultmarke Vespa

18 Mai

Enrico Piaggo war mit seiner Firma bis nach dem 2. Weltkrieg im Rüstungsgeschäft tätig. Das von Enricos Opa (Rinaldo Piaggio) 1884 gegründete Unternehmen musste sich dringend was Neues einfallen lassen sonst drohte das Aus. In seinem Kopf entstand die Idee einen kostengünstigen Motorroller zu entwickeln den sich jeder leisten konnte. Der erste Versuch zusammen mit Enricos Bruder Armando scheiterte als man das Motorradmodell Paperiono ( was aus dem italenischem übersetzt “ Donald Duck “ heisst ) vermarkten wollte.

Er lies sich durch den Misserfolg nicht entmutigen und beauftragte nun den Flugzeugingenieur Corradino D’Ascanio einen Entwurf anzufertigen. Die Skizze D´Ascanios enthielt alles was den späteren Erfolg der Vespa ausmachte: den gekapselten Motor, den Durchstieg in der Mitte und ein Fussschild was die Füsse und Beine vor Nässe schützte. Die Entwicklungszeit dauerte nur 3 Monate als die ersten Vespas im April 1946 das Werk in Pontedera verliesen. Da im ehemaligen Rüstungswerk noch mehr als genug olive Farbe übrig war gingen die ersten Motorroller in dieser Farbe raus. Übrigens kommt der Name Vespa aus dem italenischem und bedeutet Wespe, was auf die Wendigkeit und dem voluminösen Erscheinungsbild zurückzuführen ist.

 

 

Bereits Ende 1949 wurden 35000 Vespas in über 114 Länder verkauft. Die Vespa ist mehr als nur ein Motoroller, sie ist ein Stück Freiheit und bedeutet nicht das man sich kein Auto leisten kann. Das unnachahmliche knattern und das besondere Lebensgefühl wenn man durch enge Gassen fährt sind einzigartig.

Zur Firma Piaggo gehört neben der Vespa auch noch der dreirädrige KleintransporterApe, die Mofamarken Ciao und Puch, die weiteren Motorroller Sfera, Zip, Skipperund Hexagon, die Motorradfirmen Aprilia, Laverda und MotoGuzi, der spanische Zweiradhersteller Derbi wurde zudem 2001  übernommen. 2006 folgte der Gang an die Börse. Piaggio ist inzwischen zum Marktführer bei Motorrollern in Europa aufgestiegen.

 

 

 

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