Kultmarke Levis Strauss

04 Aug

Der gebürtige Bayer Löv Strauss wuchs als jüngstes Kind von insgesamt 7 Kindern im fränkischen Buttenheim auf. Die Familie bekam nach dem Tod des Vaters 1846 sehr große finanzielle Schwierigkeiten. Schon vor dem Tod konnte das Familienoberhaut, er verdiente sein Geld als Hausier mit Tuch und Kurzwaren, seine Familie nur mit Mühe und Not ernähren.

Lövs ältere 2 Brüder waren bereits vor Jahren nach Amerika ausgewandert und sind in den Textilhandel eingestiegen. Nun beschloss seine Mutter das Risiko einzugehen ebenfalls “ in das Land der unbegrenzten Möglichkeiten“ auszuwandern. Löv änderte so wie seine zwei älteren Brüder schon zuvor ( die nennen sich jetzt Jonas und Louis ), seinen Vornamen in Levi ab. Er erlernte den Händlerberuf unter den Fittichen von Jonas und Louis und half im Textilgeschäft in New York mit. Die amerikanische Staatsbürgerschaft bekam er 1853.

Getrieben von der Goldgräberstimmung die in Kalifornien aufkam zog es den jüngsten der Familie Strauss zusammen mit seinem Diener, seinem Bruder Louis und seinem Schwager David Stern noch im selben Jahr nach San Francisco. Hier machten die Geschäftspartner einen Warenhandel für Kurzwaren und Stoffe auf. In Ihren Laden fand der Minenarbeiter oder Goldgräber alles was das Herz begehrt von Köpfen bis zur Freizeitkleidung.Im amtlichen  Stadtregister war das Ladengeschäft als „Levi Strauss & Co. Importeur, Makler, Bekleidung & Kurzwaren“ eingetragen. Der Sitz war damals wie heute die Battery Street 14 und 16.

Levi Strauss erhielt 1872 von dem Schneider Jacob Davis, der zugleich auch Kunde bei Ihm war, einen Brief. In den geschriebenen Zeilen erzählte Davis von einem innovativen Verfahren wo an den Ecken der Taschen und am unteren Ende des Hosenlatzes Nieten aus Metall angebracht wurden und so strapazierfähiger waren. Da der Schneider es sich nicht finanziell leisten konnte ein Patent auf sein Herstellungsverfahren anzumelden fragte er Strauss ob er für die Patentkosten aufkommen könnte und dafür würde er zu 50 Prozent am Patent beteiligt werden. Der Geschäftsmann war von dem Vorschlag begeistert und schlug ein und das Patent wurde 1973 genehmigt. Von nun an hatte das Zeitalter der Jeans begonnen.

Anfangs wurden die Overalls von Näherinnen in Heimarbeit gefertigt.  Die Kleidungsstücke wurden bald aber so schnell abgesetzt das man 2 Fabriken baute. Später wurde der Entschluss gefasst das nur noch der extra robuste Baumwollstoff  „Denim“ , die Bezeichnung wurde nach dem Herkunftsort Nimes aus Frankreich abgeleitet, verwendet wurde. Die erste und bis heute noch berühmteste Jeans ist die Produktreihe 501.

 

 

 

 

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