Kommentarspam

27 Jan

WebmasterfridayDer heutige Webmasterfriday beschäftigt sich mit dem Thema Kommentarspam. Dies wird nun auch hier wieder sehr interessant werden, da durch das EM-Abseits hier wohl viele Kommentare auflaufen werden.

Doch ab wann ist ein Kommentar ein Spam?

Wie kann man ganz sicher als Kommentarspam eingestuft werden?

Oder besser gesagt, was sollte man unbedingt vermeiden oder wie erkenne ich als unbedarfter Neu-Blogger einen Spam-Kommentar.

  • Der Name ist kein Name, sondern ein Keyword wie etwa Muskelaufbau, oder sonst wie. So heißt niemand. Achtung vor Spitznamen, wie etwa Fellmonsterchen. Das ist keine Spammerin!
  • Der Kommentar hat nichts mit dem Beitrag zu tun. Gar nichts.
  • Der Kommentar wimmelt vor Links und fordert dazu auf diese zu klicken.
  • Russische oder englische oder sonst fremdsprachliche Kommentare – sind wohl auf einem deutschgeführten Blog eher ungewöhnlich. Sicher.
  • Standartsätze wie „das ist ein guter Blog“, „wo ist der Facebook-Button“ „Guter Beitrag“ etc. sind meist zu 99,9 % Spam.

Bei „das ist ein guter Beitrag“ scheiden sich die Geister. Manchmal kann man einfach nicht mehr zum Beitrag sagen. Ich versuche dann ganz bewusst auf einen Punkt einzugehen, der mir besonders gut gefallen hat und so werde ich meist eben nicht als Spam markiert sondern freigegeben.

Feinheiten im Kommentarspam

Es geht hier klar um Links. Warum das hier alles überhaupt abläuft. Einen guten Beitrag hierzu habe ich bei Sylvi gefunden, die auch ein Plug-In vorstellt, welches ich nun in einem anderen Blog teste.

Hier kann man einstellen, wer nun einen Do-Follow und somit wertvolleren Link bekommt oder auch nicht. Dies geht zum Einen über die Anzahl der Kommentare und zum anderen auch manuell.

Wenn ich nun einen Kommentar bekomme, bei dem ich mir unsicher bin. Zum einen weil ich die Person dahinter nicht kenne (das tut man mit der Zeit!) oder weil der Link zu der Seite mir komisch vorkommt. Dazu muss ich erwähnen, dass ich den Link nicht immer überprüfe, sondern nur dann, wenn es mir nicht nach einen Blog aussieht.

Wenn ich mir also unsicher bin oder mir der Text doch gefällt, weil der Spammer doch etwas sinnvolles geschrieben hat – ganz einfach – NO-Follow und ich habe den (guten) Kommentar und er keinen Nutzen.

Wer dies so nicht will oder nicht nutzen kann – könnte natürlich auch gemein sein und den Link im Kommentar einfach entfernen……

Kommentare zum EM-Abseits

Da hier ja die Kommentare zusammenlaufen werden, werde ich die Bestimmungen lockern. Ich werde den Kommentarspam nicht mehr automatisch blocken, sondern in einem extra Ordner auflaufen lassen. Dies hatte ich lange aufgehört, da ich am Tag locker 20 Spams bekommen habe und es mich einfach nur langweilte zu löschen. Während der Testphase hat sich dort übrigens kein normaler Kommentar reinverirrt.

Doch um hier sicher zu gehen, werde ich diese Regel wieder lockern.

Auch werde ich kurze Kommentare wie – „Geiles Thema“ oder so ähnliche zulassen, aber vorher schon überprüfen. Achtung das gilt aber nur für die EM-Abseits-Beiträge  :bandit:

Hinweis Nofollow / Do-Follow

Über dieses Thema habe ich bereits einige Male geschrieben. Meine Blogs sind alle Do-Follow, da ich der Meinung bin, wenn einer schon bei mir Kommentiert, ist es das mindeste was ich tun kann, den Link auf Do-Follow zu setzten. Das muss nicht gleich beim ersten Mal sein, doch die Hürden stecke ich nicht allzu hoch.

No-Follow ist meiner (ganz privaten) Meinung sowieso totaler Quatsch, da ich für Menschen arbeite und nicht für Suchmaschinen. Menschen folgen den Link egal ob Do-Follow oder No-Follow. Und wer garantiert mir, dass sich die Suchmaschinen wirklich gleich daran halten?

Der einzige Grund, warum ich teilweise eben doch No-Follow gebe ist, dass ich nicht meinen Pagerank weitervererben möchte und somit den Spammer belohne, der es nur darauf abgesehen hat.  Und das ist auch das einzige, was wirklich erwiesen ist – bei No-Follow vererbt die Seite auf der der Link gesetzt wurde nichts.

Ach und noch einen Grund gibt es für No-Follow – Produkttest- Links sollten so gekennzeichnet werden – auch als Hinweis für Google und dass man hier nicht versucht die Links zu kaufen. Denn dies wäre zum Beispiel schlecht für die Firma, die zum Beispiel im großen Stil Produkttests machen lässt. Wenn hier alles nur Do-Follow-Links gesetzt werden, würde diese Firma im Pagerank und somit in der Wertung von Google steigen, obwohl sie eigentlich hier etwas anderes im Sinn hatte. Und nicht aufgrund ihrer tollen Webseite verlinkt wurde, sondern aufgrund ihres Produktes. Für Google zählt aber die Webseite.

 

 

14 Responses

  1. Tina sagt:

    Bei mir kommen diese Kommentar-Spammer irgendwie wellenweise :-) Mal ist es ganz lange ruhig, dann kommen ein paar Tage hintereinander zig davon an.
    Ich nutze AntispamBee und bin da ganz zufrieden mit. Da ich auch ganz viele ausländische ehrlich gemeinte Kurzkommentare wie ein schlichtes „Thank you“ habe lasse ich die Spams auch immer in einen Extra-Ordner wandern.
    Das Plugin das Sylvi für die Links vorgestellt hat werde ich wohl auch mal testen…danke für den Tipp!
    LG
    Tina

    • Mella sagt:

      Antispam Bee ist bei mir auch im Einsatz und ich bin auch sehr zufrieden damit. Komischerweise ist es bei den einzelnen Blogs total unterschiedlich. Nachsitzen scheint bei den Spammern sehr sehr beliebt zu sein. Die anderen Blogs zum Glück nicht so.

  2. Kerstin sagt:

    Toller Bericht! =] [nein, ich bin kein Spam-Kommentar :lol: ]

    Ich arbeite mit manual nofollow, meine Hürde ist auch recht niedrig (…).

    Womit ich mir ganz ganz schwer tue: Was mache ich mit einem Kommentar, der ausführlich ist, sich auf meinen Artikel bezieht und nicht so 0815 ist, dass er unter jeden Artikel jedes beliebigen Blogger passt, bei dem aber als Webseite die Seite der Konkurrenz (zu dem in meinem Artikel genannten Shop) angegeben ist?

    Ich schalte auch Kommenare mit Keyword-Namen frei, lösche aber das Keyword. :angel:

    Von Linkgeiz & Co. halte ich wenig, an ein paar Regeln sollte man sich dabei aber schon halten. Was ich nicht (mehr) freischalte, das sind Kommentare von Shop- und Webseitenbetreibern, die sich als Mandy, Nancy, Annika & Co. ausgeben – ich verschenke gerne einen Backlink, solange der echte Name angegeben ist oder meinetwegen auch noch ein – passender – Nick; Christophs, Volkers und Henris, die sich als Frauen, gerne mit Nicks wie Mandymäuschen1983, Isabellchen, liebeJana1812 ausgeben, sortiere ich ganz bewusst in den Spamordner.

    Deinen letzten Abschnitt unterschreibe ich, bezweifle aber, dass Produkttester, die die Links auf nofollow setzen, noch Aufträge bekommen. :angel: Ich glaube auch, dass sehr viele gar nicht wissen, worum es bei dofollow / nofollow geht und die google-Richtlinien dazu kennen.

    • Mella sagt:

      Hi Kerstin. Ja, das mit dem Nofollow- im letzten Absatz ist ziehmlich schwierig. Ich halte das so, wenn ich sowieso drauf verlinkt hätte okay. Wenn nicht dann halt bitte schon. Aber es ist wirklich nicht einfach durchzusetzen.

      Zu Deinen Problem-Komentaren:
      Gerade bei Produkttests sind diese sicher nicht gerne gesehen. Schalte sie bewußt auf Nofollow und schalte sie nicht unbedingt frei. Notfalls per Email Kontakt aufnehmen, dass Du ihre Seite auch gerne testest und ihnen dann auch garantierst, dass unten keine Kokurrenz auftaucht.
      Und ehrlich – ich würde sie nicht freischalten. Eben weil ich Firma XY getestet habe und darunter eine fachliche Diskussion wünsche und nicht direkt auf die Konkurenz verweisen möchte. Ich habe bei Tests auch keine weitere Werbung drin.
      Aber da muss man eben eine ganz klare Linie fahren. Und es gilt nur für Tests. Bei Hinweisen, von Dingen die ich von mir aus erwähnt habe – gibt ist es normal kein problem für mich. Siehst du auch in meinem aktuellen Buchblog http://buchkritik.org/2012/hitflip-eine-tauschborse-fur-bucher/
      Puh langer kommentar

      • Kerstin sagt:

        Hi Mella,
        ich sehe das wie du und schreibe die Konkurrenz in solchen Fällen auch hin und wieder an und frage, ob ich sie auch testen darf / soll, – das wiederum sehen „meine“ Shopbetreiber aber auch nicht gern, da sie gern eine Alleinstellung auf meinem Blog haben möchten.

        Es ist für die Shops, die ich teste, aber auch nicht in Ordnung, dass sie Geld investieren (Produkte), damit dann die Konkurrenz kommt und unterhalb themenrelevanten Contents ihren Link druntersetzt. Nofollow hilft da auch wenig, weil meine Berichte gelesen werden (hoffe ich 8) ) und meine Leser natürlich auch auf den Link klicken.

  3. Sylvi sagt:

    Hallo Mella,

    vielen Dank für’s Erwähnen. :alien:

    Mittlerweile bin ich beruhigt, dass sich der No-follow-Trend doch noch nicht überall durchgesetzt hat, wie ich bis vor Kurzem befürchtet hatte. Zwischenzeitlich hatte ich auch überlegt, ob ich einfach nur einen Code – ich glaube, Tanja hatte mal einen vorgestellt – in meinem Blog integrieren soll, der ab dem 3. Kommentar automatisch ein do-follow spendiert.
    Aber mit dem Plugin „SMu Manual DoFollow“ fühle ich mich dann doch wesentlich flexibler in meiner Entscheidung.

    Und wie bei Tina trudeln auch bei mir die Spams eher phasenweise ein. Aber was wohl wirklich hilft, ist das Abschalten des Feldes für den Webseiten-Eintrag nach 30 Tagen. Zwei Beiträge wurden massiv zugespamt, dort herrscht wohl endlich Ruhe *hoff*. :D

    Gruß Sylvi

    • Mella sagt:

      Hi Sylvie, nee, ich bin ein totaler Gegner von No-follow. Zum Glück habe ich in den alten Beiträgen eher weniger das Problem. Merke gerade wieder, dass bei AntispamBee ständig nur Spam mit CSS-Hack auftaucht. Also könnte ich den wirklich wieder ziehmlich sicher abstellen.

  4. Zu Deinem ersten Punkt der Spamkommentarerkennung muß ich Dir teilweise etwas widersprechen: „Broken Spirits“ ist z.B. als Künstlername sehr wohl ein Keyword auf das ich auch optimiere :) Ich gebe mir zwar schon Mühe, immer sinnvoll zu kommentieren und auch was zum Thema beizutragen, trotzdem bleibt Nickname = Künstlername = Keyword = PR-Vererbung (im Falle von DoFollow). Kann ich nebenbei grad auch gut gebrauchen, da es im Amiland ne Band gibt, die sich lange nach mir ebenfalls Broken Spirits genannt hat und mir meine Google-Platzierung streitig macht. Da arbeite ich grad massiv dran, das wieder auszubügeln. Trotzdem weise ich ein Spammen meinerseits entschieden von mir :whistle:

    Einen Punkt hast Du noch vergessen: Links auf einen Artikel (Deeplink). Die kommen auch nicht so selten vor…

    Selber handhabe ich das grundsätzlich so, daß ich bei bekannten Leuten (sei es von Twitter, Facebook oder sonstwoher) immer auf DoFollow setze, bei Neulingen schaue ich mir den Link genau an und entscheide dann. Meistens wird aus dem, was die Biene und NoSpamNX durchlassen, ein DoFollow daraus.

    Zu dem „Genau-Anschauen“ hatte Sascha vor einiger Zeit einen sehr interessanten Artikel geschrieben. Wenn das irgendwann mal Schule macht (ich selber hatte bisher sowas noch nicht), dann wird es für uns Blogger ungleich schwerer, den Spam zu erkennen :ninja:

    Bei einem sinnvollen Kommentar auf kommerzielle Seiten streiche ich den Link raus und ersetze ihn durch einen Link auf meine Blogrolle. Da stehen die für meine Leser interessanteren und empfehlenswerteren Links drin als der drölfzigste Onlineshop. Aber auch hier gibt es Ausnahmen, hauptsächlich Freiberufler (z.B. Fotografen, Autoren), die zur Eigenwerbung einen wirklich guten Blog haben.

    Alles in allem ist das Thema gar nicht so einfach – und oft muß man wohl aus dem Bauch raus entscheiden, was man stehen läßt und was nicht. Aber mit Zeit bekommt man ja ein Gespür für sowas…

    • Mella sagt:

      Hi Broken Spirits, ich muss Dir im Moment leider widersprechen. Denn ich sehe Deinen Namen als Künster- / Nickname an und nicht als Keyword. Zumindest nicht im klassischen Sinn. Keywords sind für mich Babystrampler, Moni Muskelaufbau, Viagra kaufen etc. So wie man wirklich nicht heißen mag, auch nicht als Nickname. Du hingegen hast einen Künstler-Namen und dieser wird wohl so auch nicht im Duden stehen. Also auch hier kein klassisches Keyword.
      Deshalb fällst Du nicht in meinen Filter, tut mir leid, Du darfst hier weiter unter dem Namen kommentieren und bekommst sogar Do-Follow ab (wenn nicht wieder mein Blog spinnt, was ja leider mal so war)
      Mella

  5. Christian sagt:

    Hi, ich kann den Link bzw. Do-Follow Geiz mancher Websitebetreiber nicht ganz nachvollziehen. Klar, Spamkommentare fliegen raus. Aber Kommentare von min. 2-3 Sätzen, die sich eindeutig auf den Inhalt des Beitrags beziehen, sehe ich als eine Bereicherung an. Letztendlich profitieren, so meine Ansicht, Blogbetreiber enorm von der Vernetzung untereinander. Kommentare in anderen Blogs abzugeben ist hierfür sicher eine Möglichkeit. Also würde ich auch Do-Follow setzen! Würde – Da in den 4 Monaten des Bestehens meines Blogs, bisher kaum ein wirklich sinnvoller Kommentar eines anderen Websitebetreibers abgegeben wurde.

    Zu Mella u. Broken Spirits – Sehe ich ähnlich wie Mella: Alles was im klassischen Sinn kein Keyword oder anstößig ist, ist auch ok.

    Gruß
    Christian

    • Mella sagt:

      Tröste Dich, es dauert am Anfang immer etwas. Wichtig ist, dass Du erst mal überall kommentierst und Dir einen Namen machst, dann wird es schon. Kannst ja auch bei unserem EM-Abseits teilnehmen. Dann steigert die Vernetzung ungemein und wir suchen ja noch Freizeitspieler und Ersatzbank-Spieler und und und

  6. Christian sagt:

    Danke für den Hinweis. Freizeitspieler klingt interessant. Gruß Christian

  7. Daggi sagt:

    Ich hab jeden Tag bis zu 20 Spamkommentare.

    Aber ich muss gestehen, ich hab mich noch nicht richtig mit Do-Follow und No-Follow-Links beschäftigt, vielleicht sollte ich da wirklich mal Zeit reinhängen, um es zu verstehen.

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