Kommentare, Kommentierer und Blogbetreiber

12 Jun

Kommentare in Blogs sind das Salz in der Suppe. Sie ergänzen oft einen Artikel, sie bringen neue Aspekte mit rein und zeigen, dass der Blog auch gelesen wird. Ohne Kommentare ist ein Blog oft nur sehr sehr einsam und wohl auch langweilig. Oh nein, nicht auf jedem Beitrag müssen Kommentare erfolgen, beileibe nicht, dass wäre wohl gerade bei den kleineren Blogs zu viel verlangt. Doch bei manchen Artikeln sollen Kommentare erscheinen.

Ich habe selbst in letzter Zeit sehr sehr viel kommentiert. Auch bedingt durch EM-Abseits. Okay, ich gebe zu, dass ich normalerweise ein doch eher ruhiger Zeitgenosse bin und auch vieles nur im Feedreader konsumiere und deshalb nicht immer schreibe. Doch ich lese viel bei Euch mit und werde mich auch hier mehr am Riemen reissen.

Mir ist aber in letzter Zeit folgendes bei mir und bei Euch aufgefallen

1. Aus Sicht eines Bloggers

Kommentare sind Klasse. Kommentare zeigen, dass Menschen meine Beiträge sehen. Aus schnöden Zahlen werden Leser. Was, die finden etwas gut – Mann, das geht oft runter wie Öl. Sie haben Tipps, sie sind anderer Meinung, sie fangen eine Diskussion an. WAHNSINN, so soll es in meinem Blog sein. Schön. Für mich ist es da selbstverständlich, wenn sich jemand die Mühe macht, bei mir was zu schreiben, dass ich auch antworte. Irgendwie, irgendwas und wenn es ein herzliches Willkommen auf dem Blog ist. Denn ich freue mich ja, dass dieser Mensch bei mir liest.

Geht zumindest mir so. Und wohl nicht nur mir.

2. Kommentare aus Sicht eines Kommentierers

Wie gesagt, ich lese viel bei Euch und schreibe wenige Kommentare. Warum? Zum einen, weil es Zeit kostet. Richtig viel Zum anderen, was soll ich oft sagen. Wow, toller Artikel? Ich habe bei EM-Abseits an den verschiedenen Formulierungen zu WOW, toller Artikel gearbeitet und konnte mir sicher sein, nicht als Spammer durchzurutschen, denn immerhin war ich ja bekannt. Doch ehrlich – meist kann man dies nicht so schreiben. Also habe ich geübt und getestet und doch waren die Kommentare oft sehr ähnlich.

Ein Tipp- nehmt einen interessaten Aspekt aus dem Artikel und schreibt, dass Euch dieser besonders gut gefallen hat. Das hat sich als hoffentlich beste Taktik erwiesen.

Aber wie gesagt, es erfordert neben Zeit, und etwas, was man sagen will, auch noch eine Interaktion. Manche Blogs machen es einen echt schwer, zu kommentieren. Captcha und ach Mist, Häckchen bei Askimet vergessen (warum nutzt ihr den Schmarrn noch? Gibt doch AntispamBee und ist genauso gut) und bei den WordPress.com Blogs muss man sich irgendwie anmelden. Gut ich habe eine Email weder mit Facebook, Gravatar oder WordPress verbunden, deshalb geht es da, dennoch wird mir immer irgendwie ein Abo aufgedrängt. Okay, ihr könnt nichts dafür, doch das ist jetzt mal aus der Sicht eines Kommentierers geschrieben und das nervt!

Tja, und dann hofft man als Kommentierer (ich zumindest), dass der Blogger sich über meinen Kommentar freut, darauf eingeht (auch wenn es nur ein Wow war) und zumindest sich irgendwie äußert. Ein Danke reicht mir oft schon oder ein schön Dich zu sehen, oder Smilie, einfach eine Reaktion.

Viele von Euch machen das auch, aber leider nicht alle und ich gehöre zu den Typen, die da ganz schnell die Lust verlieren.

Fazit

Kommentare sind Klasse. Wenn es sich nicht gerade um Spam oder Trolle handelt, ist glaube ich jeder Blogger froh darüber. Doch warum wird es dann den Kommentierern eigentlich so schwer gemacht?

Ideen, Vorschläge, an die eigene Nase packen?

Ach ja noch ein Hinweis an alle Blogspot-Nutzer – nicht nur über dieses Google-Networks oder dem anderen Zeug, wo ihr alles so schön nachverfolgen könnt, kann man Leser Eures Blogs sein. Ich bin oft Leser über einen Feedreader, ganz normal. Tauche aber in Eurer Statistik nicht auf. Mich ärgert das immer ganz besonders, wenn ihr bei Gewinnspielen immer sagt „ihr solltet Leser meines Blogs sein“ Bin ich – aber ihr seht mich nicht. Und ich möchte doch gerne selbst entscheiden, welche Dienste ich nutze 

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24 Responses

  1. nasch sagt:

    Das hast du schön geschrieben, ich hoffe das es die Richtigen auch lesen werden. Für mich gibt es noch einen Punkt, der mich ganz gewaltig stört und zwar die Aussage: „Ich kommentiere nur bei dir, wenn du auch bei mir schreibst!“ Achja? Gut, dann hast du nämlich Pech, dann ignoriere ich dich lieber, als das ich auf so einen Mist eingehe. Es gibt einige bei denen ich schon lange regelmäßig kommentiere, ich glaube die haben bis heute noch nichts bei mir geschrieben. Ja und? Stört mich nicht… ebenso gibt es auch ein paar die bei mir schreiben, aber ich noch nie dort kommentiert habe. Stört mich auch nicht :D

    Wollte es nur mal gesagt haben…

  2. Tim sagt:

    Mh, solange Kommentare immer eine hohe Qualität aufweisen, sinnvoll sind und niemanden belästigen bzw. fremdes Gedankengut stehlen sind sie gut und richtig. Viel bedenklicher finde ich die pure Backlinkspammerei mit Kommentaren ohne jeden Sinn und Verstand auf allen erdenklichen Blogs im Web. Dennoch, ich kann weitestgehend mit dem Artikel mitgehen und freue mich auf mehr ;).

    lG Tim

    • Mella sagt:

      Das mit der hohen Qualität finde ich selbst auch manchmal etwas schwer. Da gibt es Artikel, da sitzt man vor dem Computer und sagt, ja das ist es! Und dann, was fällt mir als Kommentierer ein „Toller Beitrag“
      URGS von hoher Qualität kann man dann bei mir nicht sprechen :-( Ansonsten ja, da hast Du recht und ich freue mich auch auf „Toller Beitrag“ sollte halt nicht im Spamfilter landen und das ist die Schwierigkeit….. Bei „Wiederholungstätern“ lasse ich solche Kommis auch durchgehen.

  3. Ich kommentiere auch da wo es mir gefällt. Was ich allerdings nicht mache, ist das Kommentieren um des Kommentierens willen. Dann lieber gar keinen Kommentar.
    Gruß
    Fulano

    • Mella sagt:

      Da bin ich meist auch zu faul. Das mache ich nur, wenn ich z.B. als Trainer von einem Spiel zeigen möchte, dass mir die Beiträge gefallen und ich die Mühe anerkenne, die oft dahinter steckt. Also auch nicht um des Kommentierens willen, sondern als Anerkennung…HM, doof zu formulieren. Meintest Du ggfs. die Backlinkgeier? ;-)

  4. TmoWizard sagt:

    Hallo Mella,

    das ist ja mal ein wirklich guter Artikel über Kommentare. Ich freue mich auch jedes mal, wenn sich mal wieder jemand bei mir auf dem Blog meldet. Viele Kommentare bekomme ich zwar nicht, aber ein paar gute sind da schon manchmal dabei.

    Ich muß übrigens zugeben, daß ich selbst eigentlich selten kommentiere. Dazu bin ich allerdings auch sagen, daß ich auf sehr vielen Blogs unterwegs bin. Da ist es dann schon manchmal schwer, auf jeden Beitrag zu antworten. Auf meinem eigenen Blog beantworte ich jedoch schon alle Kommentare, da ich das irgendwie für wichtig halte! Vor allem dann wenn mal wieder ein neuer Leser auftaucht. Da freue ich mich sowieso immer auf’s neue!

    Grüße nun aus TmoWizard’s Castle zu Augsburg

    Mike, TmoWizard

    • Mella sagt:

      Timo, mir geht es so wie Dir. Ich lese bei sehr vielen Blogs mit und dann immer zu kommentieren? Ich halte es da wie Susanne ab und an ein Tweet oder Like ist doch auch super. Machst Du ja eh so oft
      Danke mal an dieser Stelle!

      LG Mella

  5. Sylvi sagt:

    Hej Mella,

    ich lese es hier bei Dir nicht zum ersten Mal, man müsse sich (grundsätzlich) auf WordPress.com-Blogs zum Kommentieren einloggen und kann mir nur vorstellen, dass dort auf diversen Seiten eine Open-ID verwendet wird. . Oder es wurde ein Häkchen gesetzt bei „Benutzer müssen zum Kommentieren registriert und angemeldet sein“.

    Ich besitze auch noch einen kleinen Blog bei WordPress.com und dort ist das Kommentieren ganz normal – also ohne sich in irgendeiner Form einloggen zu müssen – wie auf meinen gehosteten Blogs möglich (habe gerade dort extra noch einmal einen Testkommentar abgegeben).

    Aber ich gebe Dir vollkommen recht und meine, man sollte es seinen kommentierfreudigen Besuchern nicht unnötig erschweren, ein Statement abzugeben.
    Zwischenzeitlich hatte ich auch mal ein Captcha eingebaut, weil ich mit einem sehr hohen Spamaufkommen zu kämpfen hatte. Allerdings hat mir das Plugin „NoSpamNX“ aus der Patsche geholfen, so dass ich es wieder entfernen konnte.

    Lieben Gruß
    Sylvi

    • Mella sagt:

      Sylvie, ich weiß nur wie es mir als Kommentierer geht. Wenn ich die „verbundenen“ Email-Adressen einsetze, dann muss ich mich einloggen. Nur bei meiner nicht irgendwo vernetzten Email funktioniert es.
      Da ich selbst keine WordPress.com-Blog betreibe, habe ich keine Ahnung, woran es liegt…. Ich habe es halt bei vielen gemerkt.

  6. Susanne K sagt:

    Hm – ich gestehe, ich gehöre zu denjenigen, die gerne einfach mal „Toller Beitrag“ oder „Gefällt mir“ sagen würden, einfach so, einfach weil es eben ein „Toller Beitrag“ ist oder es mir eben einfach gefällt – aber ich muss sagen, ich bin da schon vorsichtiger geworden. Denn ich möchte in diesem Punkt nicht negativ auffallen. Da liebe ich schon eher die Bewertungssternchen oder den „Teilen“-Button für Facebook, denn wie kann ich mehr Anerkennung zeigen, wenn ich den Link mit „meinen Freunden auf Facebook“ teile?
    Deswegen: (aber Mella, du weißt ja eh, dass ich deine Beiträge immer toll finde, aber ich sage es mal wieder: wieder einfach ein toller Beitrag! Danke!)

  7. Iris sagt:

    Also ich schreibe ja außerst selten irgendwo einen Artikel, finde es aber auf jeden Fall toll, wenn dann eine Reaktion kommt – auch wenn es kein Loblied ist. Das zeigt einem doch, dass die Leute lesen. Insofern ist auch ein Ein-Wort-Kommentar willkommen. Neugierig wie ich bin, gucke ich mir dann auch gerne die zugehörige Seite an. Da muss ich dann aber sagen, dass ich ziemlich enttäuscht bin, wenn ich dann z.B. auf einer Seite für Waschmaschinenreparaturen lande und sich der Kommentar so als Kundenfänger entpuppt.

    Wenn ich selber kommentiere, was je nach Zeit häufiger vorkommt, bemühe ich mich darum, etwas inhaltsschwerer zu schreiben als nur in einem Wort des Lobes. Aber auch das kommt vor. Am liebsten kommentiere ich dort, wo der Autor direkt eine Frage oder Anregung stellt. Viele gute Artikel sind aber auch schon so anregend geschrieben, dass man schnell einen Anknüpfungspunkt findet. Und wenn dann auch noch ein Mini-Echo auf meinen Kommentar folgt, bin ich glücklich und komme gerne wieder.

    • Mella sagt:

      Du als Hauptkommentatorin hast natürlich einen tollen Einblick. Schön, dass Du es auch so siehst, dass Du gerne eine Reaktion eines Bloggers hättest. Mir geht es ja auch so. :-)

  8. Iris sagt:

    Kleiner Nachtrag noch: kompliziertes Kommentieren à la Blogspot usw. vermeide ich seit kurzem.

  9. winzieee sagt:

    Ich gebe mir in letzter Zeit viel Mühe zum kommentieren – sofern ich es zeitlich schaffe.
    Ist der Beitrag aber interessant, gibt es definitiv ein Kommentar von mir.

    Bei Blogspot-Blogs kommentiere ich nur, wenn man seinen Namen+Url angegeben kann, was die meisten nicht tun.

    Finde es schade, dass viele meine Berichte aufrufen aber nur ein paar Kommentare hinterlassen werden.

    • Mella sagt:

      Ich glaube, es ist normal, dass viele nur konsumieren und eher selten schreiben. Es ist oft auch eine Zeitfrage.
      Bei Blogspot mag ich auch am liebsten URL/Name. Schlimmer finde ich dort das oft übereifriche Chache. Wie oft man da sich vertippen kann…..

  10. Chaosweib sagt:

    Ich schließe mich Deiner Meinung an. Leider ist bei mir derzeit einiges im RealLife los, sodass mir kaum Zeit für PC bleibt. Ich lese abends und nachts und oft nicke ich dabei ein. ;-)

    Bei der Tassenparade habe ich zu Beginn auch noch alles kommentiert, aber wie Du schon sagst, immer nur ‚oh wie schön‘ zu schreiben, ist auf Dauer keine Lösung und so habe ich es sein lassen. Habe aber jede einzelne Tasse gesehen und bewundert.

    Ich lese meine Beiträge oft im Reader und nur wenn ich wirklich was zu sagen habe, dann kommentiere ich auch.

    Bei blogspot regt es mich auch auf, dass mein Kommentar verschwindet, wenn ich nicht Drittanbieter-Cookies zulasse. Da schreibt man dann mal einen vernünftigen Kommentar und weg ist er, nur weil man nicht möchte, dass ein Drittklassiger Shop auf Deine Platte zugreift.

    Bei den neuen WordPress-Spinnereien, regt mich das Einloggen auch auf. Ich würde gerne mit meinem Avatar und meiner URL kommentieren, muss mich aber einloggen und entweder Twitter oder Gravatar verlinken, statt chaosweib. Finde ich ziemlich daneben. Dort kommentiere ich nur noch in Ausnahmefällen mit einer extra Mailaddy.

    Ach ja, ich habe früher auch auf jeden Kommentar geantwortet, wenn man aber viele davon bekommt und auch noch woanders lesen und shreiben soll, wird das schnell zu zeitaufwendig. Ich antworte nur noch wenn was gefragt wird, oder ich nochmal was drauf sagen will. Liegt aber auch gerade wirklich an meiner Situation, dass ich nicht mehr Zeit habe.

    Liebe Grüße

    • Mella sagt:

      Wenn es um die Zeit geht, da hat jeder wohl auch mal eine Flaute. Bei Beiträgen mit vielen Kommentaren, kann es passieren, dass ich nicht direkt auf jeden einzelnen Kommentar antworte, sondern allgemein mich an der Diskussion beteilige. Wichtig ist doch, dass der Blogger noch anwesend ist, oder?

  11. Mel sagt:

    In letzter Zeit kommentiere ich zemlich gerne, seit ich beschlossen habe, damit aufzuhörenmich selbst zu hetzen und mir einzureden das das ja sooo viel Zeit kostet..Wenn man einen Artikel gelesen hat, dann kommt es auf eine Minute zu kommentieren auch nicht mehr an. Aber ich schreibe nur dann was, wenn ich was zu sagen habe. Toller artikel, schalte ich in meinem Blog schon garnicht erst frei…

    LG Mel

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