Feed – was ist das eigentlich?

22 Dez

Wer die Aufforderung „Feed me“ oder „Feed my Blog“ das erste mal liest stutzt sicherlich. Futtere meinen Blog oder Füttere mich??? Verkappter Spendenaufruf?

Nein sicher nicht, Feed hat bei Blogs eine ganz andere Bedeutung. Viel eher mit Abonnement zu übersetzten. Doch wie oder was soll man abonnieren und warum diese Aufforderung?

Okay, erst mal ganz zum Anfang – zur Grundlage:

Was ist ein Feed?

Webseiten und gerade Blogs, wie dieser hier, werden regelmäßig mit neuen Inhalten bestückt.  Mal öfter, manchmal aber auch nur selten. Wenn mir jetzt ein Blog recht gut gefällt und ich möchte öfter mitlesen und oder kommentieren, dann habe ich zwei Möglichkeiten:

  1. ich schreibe mir die Adresse auf – entweder auf einen Zettel oder bei den Lesezeichen im Browser. Dann muss ich selbst daran denken und regelmäßig vorbei schauen. – Dies hat aber den Nachteil, dass bei einer 14-tägigen Blogpause eventuell 13 mal vergebens geschaut wird.
  2. oder ich Abonniere den Blog und werde automatisch bei neuen Inhalten informiert. Das erspart mir das vergebliche Vorbeischauen und ich muss mich nicht extra dran erinnern. Das nennt sich dann Feed. Also auf Deutsch Lesefutter .

Doch wie kann man nun Blogs eigentlich Abonnieren?

Sicher habt Ihr bereits öfter dieses Zeichen bemerkt: —>

Diese gibt es in verschiedener Ausführung und Farbe, meines oben ist blau. Und in Eurem Browser oben neben dem http://www.nachsitzen.org wird es auch gezeigt. (Im Safari steht RSS) Diese haben alle eines gemeinsam mit einem Klick auf dem Bild könnt Ihr ein Abo abschließen.

Ha, Ihr wurdet sicher gerade gefragt, ob RSS oder Atom? Oder Ihr seid auf eine noch kompliziertere Variante gestoßen mit einer Menge Auswahl?

Welche Auswahl treffen? RSS, Atom?

Also hier kommt es darauf an, welchen Reader Ihr verwendet. Was Reader? Wie, ich brauche jetzt noch etwas?

Keine Panik.

Die meisten Emailprogramme können auch Feeds verwalten und Euer Outlook oder Thunderbird und Co. reichen schon mal völlig aus. Wer es gerne wie ich, getrennt von den Email haben will, kann auch auf eine Menge Dienste zurückgreifen. Ein paar der bekanntesten sind hier wohl Google, Windows Live oder Yahoo- spezifische Programme. Ich selbst benutze für meine Feed-Abos ein Programm, welches über dem Browser Firefox läuft: Newsfox. Ich bin mir sicher, Euer Browser lässt sich über „Extras – Adons oder Erweiterungen“ sicher auch mit so einem kleinen Programm ausstatten.

Gut, da wir nun wissen, welches Programm wir haben, können wir nun auch entscheiden ob RSS oder Atom. Ich habe heute bei mir mal den Test gemacht, ob ich einen Unterschied feststelle, denn beides, RSS und Atom, sind sich sehr ähnlich. Mein News-Fox kann bei RSS die Bilder zeigen, bei Atom nicht, zumindest bei dem einen Blog. Das muss man ggfs. einfach mal testen und probieren. Ein Abo ist ja schnell wieder beendet.

Halt halt, genau, die Kosten und wie war das mit der großen Auswahl???

Also gleich vorweg, ein Feed kostet nichts. Nada, gar nix. Keine Verpflichtung, anonym (außer bei Email-Feed) und ist jederzeit beendbar, sofort, ohne Kündigung !!!!!

Nun zur Auswahl:

Neben dem RSS und Atom kann es vorkommen, dass noch mehr Auswahl angeboten wird. Wie etwa ein Email-Feed. Das ist dann der Fall, wenn der Blogbesitzer dir bei einem neuen Beitrag eine automatische Email zukommen lässt. Dein Vorteil – Du brauchst keinen Feedreader. Dein Nachteil – Deine Emailadresse ist für den Blogbesitzer einsehbar. Und es wird nicht allzuoft angeboten.

Oder ihr geht auf einen Blog und bekommt plötzlich ein Fenster mit einer großen Auswahl. Hier wurde vom Blogbesitzer der Feed an einen Dienst ausgelagert – und zwar Feedburner von Google. Dieser bietet ein paar interessante Vorteile und Einstellmöglichkeiten und wird deshalb gerne verwendet. Unter anderem zeigt er, bei einem Abo gleich die beliebtesten Feedreader auf, wie etwa Mein Yahoo, Google oder Windows Live. Wenn Ihr keinen dieser Dienste verwendet, einfach unten „original feed View Feed XML“ anklicken und so ganz normal abonnieren.

Nun kommen wir gleich zur Frage -:

Wie kann ich als Blogbesitzer einen Feed anbieten?

Also dass ist ganz einfach. Bei WordPress  oder Blogger und noch ein paar Programmen mehr, ist der Feed automatisch dabei. Ihr müsst also erst mal gar nichts tun. Wenn Ihr Euch nicht sicher seid – ruft Eure Seite auf und wenn im Browser oben das kleine orange Zeichen erscheint – ist alles okay. (Im Safari steht übrigens RSS). Wenn nicht, dann müsst Ihr Euch mit Eurem System auseinandersetzen, warum das nicht funktioniert. Genau das gleiche auch beim Email-Feed. Dieser ist nicht automatisch eingerichtet, hier muss ggfs. nachgearbeitet werden.

Doch warum dann Feedburner?

Wie bereits erwähnt, bietet Feedburner ein paar Einstellungen und Verbesserungen an. So hat man zum Beispiel eine Statistik, wieviele Abonennten man den hat.  Das war zumindest der Grund, warum ich bei meinem ersten Blog Feedburner eingesetzt habe – weil ich wissen wollte, wieviele Leser ich denn haben. Denn da meine Texte nun bei denen selbst abgerufen werden und sie nicht mehr auf meine Seite selbst müssen (ich schicke ja die Texte), sehe ich sie sonst in keiner Statistik.  Hier nutze ich den Feedburner nicht mehr, denn es gibt bei WordPress ein kleines Plugin – FeedStats, welches nun auch meine Abonennten anzeigt.  Mir reicht das und ich mag persönlich den Feedburner nicht so gerne, da er mir zu viele Möglichkeiten bietet und mir zu unübersichtlich erscheint. Außerdem verstehe ich die Statistik nicht wirklich :-)

Nun noch zur letzten Entscheidung:

Fullfeed oder gekürzte Fassung?

Was ist das schon wieder? Wenn ihr wie ich ein paar Blogs abonniert habt, werdet Ihr feststellen, dass Ihr manchmal den ganzen Text lesen könnt und nur noch zum kommentieren auf die Seite müsst oder manchmal nur etwa den ersten Absatz serviert bekommt. Der ganze Text ist dann ein Fullfeed und das andere logischerweise die gekürzte Fassung.

Beides hat Vor- und Nachteile:

Bei Fullfeed – kommen die Abonennten nicht auf meine Seite und fehlen so in der Statistik, die ich eventuell für Werbekunden etc. brauche. Gut, die kann man extra angeben. Desweiteren steigt die Hemmschwelle für einen Kommentar, da man ja sein „gemütlichen“ Feedreader verlassen muss um auf eine unbekannte Webseite zu gehen. Ihr wisst was ich meine.

Doch der gekürzte Feed ist aber auch nicht das wahre! Ich persönlich muss wirlich vom ersten Absatz überzeugt sein um auf die Seite zu gehen und desweiteren, fliegt so ein Abo viel schneller raus, wenn die Inhalte nicht super sind – ganz einfach, weil ich genervt bin. Ich MUSS meinen Feedreader verlassen, werde also gezwungen. Das kommt auch oft nicht so gut an.

Ich habe sowieso festgestellt, dass bei mir selbst der erste Absatz oft eher langweilig ist und ich erst später richtig  loslege. Deswegen gibt es bei mir den Full-Feed – also den Text komplett. Und wenn Ihr eine Meinung dazu habt, Anmerkungen etc. hoffe ich halt einfach, dass Ihr trotzdem kommt um Eure Meinung kund zu tun.

P.S. Auf meiner Startseite ist auch alles gekürzt. Da stand ich aber vor dem Problem, dass meine Texte manchmal soooooo lang sind und Ihr Euch zu Tode scrollt, wenn Ihr zu den anderen Inhalten wollt. Und da es bei uns ein buntes Themenspektrum gibt, ginge mir dann zu viel unter….. Ich hoffe, dass das funktioniert :o

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