Die alten Dinge nutzen

31 Aug

Höher, schneller, wilder, besser und zumeist dadurch auch teurer. Egal, Hauptsache die Konkurenz wird übertroffen. Es zählen nur die Superlative und dabei wird komplett übersehen, dass es auch früher Dinge gegeben hat, die wirklich gut waren.

Auf dem Rosenheimer Herbstfest, also in diesem Jahr gibt es gleich mehrere Beispiele. Neben den alltbekannten und jährlich wieder auftretenden Schiffsschaukeln gibt es nun ein – ja was ist es denn. Ein Karusell – nein. Eine Geisterbahn? Auch nicht. Eine Kirmesattaktion – sicherlich. Es ist eine gigantische Rutschbahn. Alleine schon der Aufstieg hat es in sich und danach geht es noch auf einen Turm und von da ab eine Rutsche hinunter. Macht anscheinend irrsinnig Spaß und ist auch sehr gut besucht. Und die Leute stehen hier genaus davor, wie vor den anderen Achterbahnen, und wilden Gefährten.

Nur mit einem Unterschied. Die Rutsche stammt aus dem Jahr 1907, ist also mal so schlappe 104 Jahre alt. Und trotzdem noch genauso faszinierend wie früher.
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Und noch etwas gibt es auf der Wies`n wieder. Kennt Ihr das auch noch? Eure Kinder auch?Fangball

Beim Losstand sind die der Renner bei den Lospreisen. Nach dem ersten Wochenende war schon nichts mehr da während die Plüschtiere meist achtlos in der Ecke lagen. Aber nicht nur bei den Kindern kommt das gut an, auch Erwachsene haben mit diesem Spiel ihren Spaß.

Da passt es gut zu diesem Thema, dass in Amerika die guten alten Hupfbälle wieder modern sind. Flummies überall.

Es muss also nicht immer besser, neuer, schneller und somit meist teurer sein. Auch einfache günstigere Alternativen können echten Mehrwert bieten und ein Publikumsmagnet sein.

 

3 Responses

  1. Iris sagt:

    Dazu fällt mir ein, dass es auf der dänischen Insel Bornholm einen Vergnügungspark gibt, bei dem alle „Fahrgeschäfte“ mit Muskelkraft betrieben werden. Man muss sich das Vergnügen sozusagen erobern und sie werden bestens angenommen – vielleicht natürlich nur, weil es nichts anderes gibt ;) Hat auf jeden Fall etwas Nostalgisches und ist eine ausgefallene Idee in meinen Augen.

    Flummis sind auch in meinem Umfeld groß im Kommen. Ich selbst hatte sie als Kind in Tennisballgröße, steinhart und damals noch Superball genannt, mit dem man Leute direkt ausknocken konnte und alles mögliche zertrümmern, wenns blöd lief. Darum sind sie bei mir in der Schule bereits verboten, denn es hat schon diverse Ziwschenfällte damit gegeben. Bei diesen Ballschnippsbechern (oder wie heißen die?) kann ich mich noch erinnern, dass wir als Kindern damit wettkämpfe bestritten haben. Was gut ist, kommt halt immer wieder, und das ist gut so.

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