Datenschutz hin oder her

08 Jun

WebmasterfridayTs ts ts. Beim Webmasterfriday stellen die Fragen, die noch nicht mal ein vernünftiger, gut ausgebildeter Jurist beantworten kann:

Wie wichtig nehmt ihr den Datenschutz – oder anders formuliert – Wie wichtig sollte ein Blogger den Datenschutz nehmen?

Hm, was soll man jetzt drauf antworten. Denn alle naslang kommt die Diskussion um den Datenschutz aus den verschiedensten Ecken hervor. Ist es mal wieder der Facebook-Button, geklauter Content, Cookies, Google (Analytics oder Adsense oder G+) oder sind es Videos, Bilder und co. Ach ja, den Jugendschutz auch nicht zu vergessen. Und Askimet und …

Ach ich habe hier schon lange den Überblick verloren. Was war jetzt was, aus was ist was geworden und was ist im Sande verlaufen. So weit ich weiß, das Meiste und Analytics, Facebook, Adsense, Amazon, etc kann man alles nutzen, wenn im  Impressum ein Hinweis drin ist und Analytics die IP-Anonymisierung aktiv ist, oder?

Ich glaube schon, doch um das sicher beantworten zu können, bräuchte ich echt einen Anwalt. Einen Anwalt, der hier spezielles Fachwissen hat und mindestens einmal im Monat hier auftaucht und ggfs. Modifizierungen einfordert. Und auf meinen anderen Blogs.

Gibt es denn schon Urteile?

Wie komme ich denn von Anwalt auf Gerichtsurteil? Ach ja, denn spätestens, wenn ich einmal wirklich verklagt werden sollte, dann bräuchte ich einen Anwalt. Aber gibt es Gerichtsurteile? Wenige bis keine täte ich sagen. Zumindest habe ich nichts mitbekommen. Wobei ich ehrlich gesagt die anwältliche Fachpresse nicht gerade verfolge. Ich habe nur mal mitbekommen, dass ein Anwalt verklagt wurde, weil er ein Video eingebunden hatte. Und da irgendwas mit Urheberrecht war….. Schaut mal bei Martin vorbei, der hat auch gleich noch einen Tipp dazu geschrieben.

Was tun?

Nun zum einen die kleinen Tipps befolgen. Wie oben der von Martin beim Einbinden von Videos. Dann natürlich das Impressum anpassen und bei den Analytics die IP anonymisieren. Das geht übrigens beim Plugin von Yoast sehr gut (einfach Häckchen setzen) und gut ist.

Dann, wer sicher gehen möchte, sollte auf eine 2-Klick-Lösung bei den Social-Buttons setzen. Habe ich teilweise auch, da dann die Seite schneller laden soll und nicht sofort getrackt wird, etc. Allerdings wird dann auch nicht mehr so oft geklickt….

Keine Videos und Bilder nutzen, wo man nicht weiß, woher und ob gegen Datenschutz verstoßen wird. Also Gema-Musik im Hintergrund und fremde Bilder. Das geht sogar so weit, dass ich selbst kein Bild vom Eiffelturm einstellen würde, auch wenn ich es gemacht habe. Denn ich hab da mal was läuten gehört, dass dies ggfs. Geld kostet, weil Sehenswürdigkeit und Wahrzeichen Frankreichs. Arc de Triumphe, wäre kein Problem, oder so. Auch militärische Einrichtungen würde ich nie fotografieren und wenn doch, nur daheim im Kämmerlein anschauen. Also auch hier aufpassen. Genauso wie mit Bildern, auf denen man fremde Menschen sehr gut erkennt, Veranstaltungen ausgenommen, etc. Also auf deutsch: nur eigene Bilder und nur wenn man nicht draufdeuten kann, dass ist da und da und der und der.

Alleine schon bei diesem Thema könnte man ganze Bücher füllen, mit dem was man falsch machen kann.

In Panik ausbrechen und das Bloggen aufhören?

Nein! Nur nicht. Gesunden Menschenverstand einsetzen, vorsichtig sein, sich bemühen. Das ja. Aber nicht aufhören oder in Panik ausbrechen. Denn wenn einer von uns Bloggern verklagt werden würde, dann würde es so gut wie jeden 2. wohl auch betreffen und bis jetzt war der Zusammenhalt sehr groß, wenn es um solche Sachen ging. Klar ist das Unangenehm und könnte auch teuer kommen. Doch ich sehe es nicht als so schlimm oder gravierend an, denn wie gesagt, irgendwann wird der Gesetzgeber oder zumindest die Gerichte zur Auffassung gelangen, dass ihr Gebaren Praxisfern ist und dass nicht nur der Einzelfall betroffen ist, sondern die Masse und spätestens dann wird modifiziert werden.

Dies wird aber nur geschehen, wenn wir nicht aufhören und uns nicht ins Bockshorn jagen lassen. Denn wenn man gemein ist, könnte man dahinter auch System und Lobbyarbeit vermuten….

Das möchte ich jetzt mal nicht so direkt behaupten (will ja nicht gleich mit dem Bloggen aufhören wollen), doch ein Schelm wer böses dabei denkt.

Deshalb meine Meinung zum Schluss

Fazit

Egal was man macht oder wo man im Netz aktiv ist. Gefahren lauern überall. Die eine Möglichkeit ist sich komplett vom Internet zu verabschieden oder nur noch zu konsumieren. Doch sobald man mitmacht, oder etwas zur Community beiträgt, ist man gefährdet.

Doch will ich nicht auf das Internet verzichten. Genauso wenig, wie ich auf mein Wahlrecht als Frau und meine Freiheiten verzichten möchte, die mir die Emanzipation gebracht hat. Auch dort mussten erst Menschen (Frauen) durch eine unsichere und schwere Zeit. Nun ist es an mir auch für die Rechte unserer Kinder und auch für uns zu kämpfen, in dem ich mir nicht den Mund verbieten lasse, auch wenn es mal unsicher sein sollte, was denn nun richtig ist.

Weit hergeholt? Pathetisch? Kann sein, doch wenn man es aus dem Blickwinkel betrachtet, ist man gleich viel mutiger (was nicht das Gleiche wie blöd ist) und ist auch eher bereit weiter zu machen und nicht sofort aufzuhören, wenn es mal schwieriger oder unsicherer werden sollte.

Haltet ihr mich jetzt für Größenwahnsinnig?

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4 Responses

  1. Ingrid sagt:

    Nein, ich halte Dich nicht für Größenwahnsinnig!!!
    Egal was wir tun, wir machen immer irgendwelche Fehler oder handeln nicht immer hundertprozentig nach den jeweiligen Gesetzen und das nicht nur in Bezug zum Internet und dem Datenschutz; mit Deinem Hinweis auf ein möglicherweise bestehendes System, liegst Du meiner Meinung nach, wahrscheinlich nicht so falsch Doch wir lassen uns den Spass am Bloggen nicht verderben und sollten nur einfach unseren gesunden Menschenverstand gebrauchen – oder klingt das jetzt zu einfach???

    • Mella sagt:

      Vielleicht ist das mit dem Bloggen verderben und gesunden Menschenverstand benutzen ein klein wenig blauäugig, aber es ist ja auch nicht so, dass ich mit offenen Augen in mein Verderben laufe ;-) – Schön, dass Du aber sonst meiner Meinung bist.

  2. lomomo sagt:

    Das mit dem Eifelturm bezieht sich nur auf Bilder bei Nacht, der Typ der die Beleuchtung installiert hat hat sich auch das Recht am Bild für diese gesichert. Also nicht für den Eifelturm sondern für die Beleuchtung :) Allerdings reicht auch ein Copyright mal bei google nachsehen, solange man das Bild nicht kommerziell nutzen will

    • Mella sagt:

      Womit wir dann ganz schnell wieder bei kommerziell und was nicht sind. Ist dieser Blog Kommerziell, weil Werbung eingebunden ist. Wohl ja. Wenn ich nun das Bild – und so weiter und so fort. Ich glaube man sucht sich da oft tot und dämlich, aber gerade beim Eiffelturm ein Blick vor Veröffentlichung in Google zu werfen ist sicher sinnvoll, genauso wie bei anderen Sehenswürdigkeiten. Mir war z.B. diese kleine aber doch wichtige Feinheit nicht bewusst.

      LG Mella

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