Das Wohlwollen Anderer

10 Feb

Wir alle sind auf das Wohlwollen der Anderen angewiesen. Zum einen weil wir Menschen sind und uns über nette Worte oder ein Lob freuen. Und auch weil wir nicht in einer Welt leben möchen, die von Neid und Mißgunst geprägt ist. Und zum Anderen, weil sich unser Erfolg auf das Wohlwollen Anderer Begründet.

Während ich mich bemühen kann Kunden und Chefs zufrieden zu stellen, und so ihr Wohlwollen beeinflussen kann und somit meinen beruflichen Erfolg beeinflusse. Habe ich auch im sozialen Bereich viele Möglichkeiten mir Anerkennung und Freunde zu sichern.

Doch es gibt auch Bereiche, bei denen das Wohlwollen Anderer sehr unangenehm sein kann. Etwa wenn ich ein Geschenk bekomme, welches ich in meinen Augen nicht verdiene. Sei es die Höhe oder weil ich etwas für mich selbstverständliches geleistet habe. Hier hilft es sich mal kurz zurück zu lehnen, kurz zu überlegen, warum vielleicht der Geber mir mein Geschenk machen möchte – reine Höflichkeit oder weil er wirklich Danke sagen möchte und nur nicht den richtigen Anlass oder Worte findet. Egal wie, man sollte sich auf jeden Fall für das Geschenk bedanken und gerade beim 2. Grund das Geschenk auch richtig genießen! Es braucht einem dann auch nicht unangenehm sein.

Der erste Grund – die Höflichkeit kann noch von der „Gnade“ beeinflusst werden. So eine Art – „na, du sollst auch nicht leer ausgehen“. Das sind die Situationen, bei denen man oft nicht genau weiß wie man reagieren soll. Entweder – ja, du hast Recht, der Anteil steht mir zu! Oder frei nach dem Motto – du hast ja eh genug davon, könntest also wirklich teilen oder, wenn man es sich leisten kann- „Rutsch mir den Buckel damit runter“ Egal, wie man sich entscheidet, der fade Beigeschmack bleibt. Meistens kommt bei mir hier auch noch hinzu, wie scharf ich auf dieses Wohlwollen bin. Sei es das Lob oder das Geschenk. Wenn ich darauf angewiesen bin, fällt es mir viel leichter die Gnade zu ignorieren, Hauptsache, ich habe es.

Am schlimmsten jedoch empfinde ich das Wohlwollen, auf das ich keinen Einfluss bekomme. Hier sind Behörden ein perfektes Beispiel. Oft ist es doch so, dass man vom Finanzamt auf einen guten Sachbearbeiter hofft. Oder alle Arbeitslosen auf einen guten Jobvermittler oder Eltern auf gute Lehrkräfte.

Während ich oft durch mein eigenes Verhalten Lob und Wohlwollen beeinflussen kann, so sind mir hier oft die Hände gebunden. Auch wenn ich dann noch so sehr auf die „Großzügigkeit“ die gute Laune des Sachbearbeiters angewiesen bin, so wenig kann ich auch dafür tun.

Oder doch? Wenn ich auch den Sachbearbeiter selbst nicht beeinflussen kann (ein beigelegter Schokoriegel zur Nervennahrung könnte auch gleich als Bestechung ausgelegt werden :unsure: ) so kann ich doch mich selbst beeinflussen. Ja, meine Erwartungen. Diese spielen im Bereich Wohlwollen und Lob doch auch eine sehr gewichtige Rolle.

Seien wir doch mal ehrlich. Über ein unerwartetes ehrliches Lob freuen wir uns doch viel viel viel mehr, als über ein Lob vom Vorgesetzten, der uns dafür lobt, dass wir unsere Arbeit machen. Diese Bauchpinselei steht und doch zu! Nicht wahr?

Auch sollten wir nicht immer gleich vom schlimmsten, wie etwa bei den Behörden ausgehen. Dort arbeiten auch nur Menschen, die mal einen schlechten Tag haben können und sich sicher auch mal über ein Lob freuen. Dies kann einem dann auch nicht als Bestechung ausgelegt werden, wenn man sich einfach mal z.B.  für eine zügige Bearbeitung bedankt. :cheerful:  (Hilft aber vielleicht beim nächsten Gespräch…- weil man da noch in postiver Erinnerung ist)

Also wenn ich meine Erwartungen anpasse und vielleicht auch manchmal ein wenig zurückschraube, dann kann ich Wohlwollen viel besser genießen und vielleicht nehme ich dann auch alles nicht mehr als Selbstverständlich hin. Dazu hilft auch, dass man sich mal Gedanken darüber macht, warum man gelobt wird und wurde. Vielleicht sieht man sogar auch kleine Anzeichen von Lob. Oder mal ein Danke.

Dann kann man sich ganz gemütlich zurücklehnen und sich in diesem Lob so richtig suhlen und mit neuen Elan die weiteren Aufgaben anpacken.

Freut Euch auch über das Lob, denn es ist doch für Jemanden wirklich schrecklich, wenn er lobt und damit eine Freude machen möcht und dann nur von „oben herab“ behandelt wird – so endlich siehst Du mal was ich mache. Das  kommt nicht gut an und weiteres Lob bleibt dann schnell aus.

Also ganz wichtig – nicht nur selbst auf Lob hoffen, sondern auch mal LOB und WOHLWOLLEN verteilen.

Wenn die Kids heute nach Hause kommen, bekommen sie gleich mal ein fettes Lob ab. :wub:

Ach ja, danke dass ihr die knapp 770 Wörter bis zum Ende gelesen habt. Lob hierfür – und das meine ich Ernst! :heart:

(Warum werden hier meine Artikel eigentlich immer so lang :ermm: )

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2 Responses

  1. Susanne sagt:

    Ahhh! Der Tag des Lobes (ich glaub das war Bayern 3 – oder doch Antenne Bayern) hat Früchte getragen. :cheerful:
    Dann mach ich doch gleich weiter: ein Lob für diesen Blog und Deine anderen Arbeiten! Und die Hilfe die ich immer bekomme bei meinen EDV-Problemen :smile:

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