Bin ich werbeblind?

30 Sep

Es schadet ja nie, wenn man mal den Blickwinkel wechselt. Die Sichtweise anderer übernimmt oder sich selbst mal hinterfragt. Gerade im Buisinessbereich ist es eigentlich überlebenswichtig, doch wird viel zu selten praktiziert.

So beschäftige ich mich (zumindest in Gedanken) seit geraumer Zeit mit dem Thema, wie ich meine Blogs auch ein wenig montarisieren kann. Zwar denke ich auch an Euch Leser, denn klar, ihr seid es ja, die mir potentielle Einnahmen bescheren können. Doch denke ich immer nur aus Bloggersicht.

Zum Glück gibt es den Webmasterfriday. Heute ist das Thema, wie ich selbst noch auf Werbung reagiere. Was spricht mich am meisten an und wo bin ich ganz schnell weg.

Da ist das Thema schon wieder viel klarer, doch entspreche ich auch der Mehrheit? Zahlen größerer Blogs, gerade wie von Peer zeigen klar und Deutlich: Nein.

Doch andererseits – Stehe ich wieder für eine größere Anzahl Blogger und nun kommt die Frage – wer ist meine Zielgruppe. Okay, das wird schon wieder komplizierter. Doch genau dieser Brückenschlag muss mir zumindest bei Nachsitzen gelingen – denn hier lesen Beide. Blogger und Internetinteressierte.

Deshalb gehe ich auf die verschiedenen üblichen Werbeformen ein, sage allgemeines dazu und meine eigene Meinung, wie ich reagiere:

Pop-Up-Fenster

Hier glaube ich, sind wir uns alle einig. Eine doofe Werbeform. Nur einfach verdientes Geld. Je xxxxx Einblendungen gibt es ein paar Kröten, egal ob jemand klickt, kauft oder sonst etwas. Aber es ist wieder so eine typische Frage „Braucht´s das?“ Denn Pop-Ups verschrecken Besucher und Nutzer und man muss sich genau überlegen, ob man sich das leisten kann und will, also ob die Relation stimmt.

Hier bin ich sehr schnell wieder weg und der Inhalt muss mich schon brennend interessieren, damit ich diese Werbeform toleriere.

Google-Anzeigen

Textanzeigen sollen besser funktionieren als Bilder. Das kann ich eindeutig bestätigen, denn so lange diese nervigen, auf fast allen Seiten gleichen Bilder angezeigt werden, ignoriere ich sie bald gekonnt. Doch auch so reagiere ich nur selten auf die Google-Anzeigen. Was mich persönlich viel öfter anspricht sind die Links von Google. In Trampelpfade habe ich eine schmale Linkleiste direkt bei der Überschrift im Artikel. Diese wird erstaunlich gut genützt. Auch bei anderen Projekten habe ich mit dieser Werbeform gute Erfahrungen gemacht. Diese Möglichkeit werde ich definitiv ausbauen, da ich sie selbst auch recht gerne mag.

Contaxe

Der direkte Konkurrent von Google und doch ganz anders. Hier gibt es die Möglichkeit, dass einzelne Wörter im Text markiert erscheinen. Wenn man dann mit der Maus drüber fährt, erscheint ein Bild mit der Anzeige darin.

Ich persönlich mag diese Werbeform überhaupt nicht, denn oft genug liegt meine Maus ruhig irgendwo in der Mitte des Bildschirms, ich lese, scrolle, komme an die Maus und schon stört dieses doofe Fenster meinen Lesefluss.

Auf gut Deutsch – es nervt mich.

Allerdings scheint diese Werbeform auf einigen Blogs ganz gut zu funktionieren, vor allem da sie auf dem ersten Blick eben sehr dezent ist. Ich würde mal sagen, es kommt vielleicht auch auf die Optik der Webseite an. Wenn diese voll mit grafischen Elementen ist, kann man fast keine andere Werbeform einbinden, ohne gleich überladen zu wirken.

Banner – Direktvermarktung und Affiliate

Und genau hier kommen wir zu Bannern. Wenn die Seite voll mit Bannern ist und alles sogar noch Blinkt oder sich bewegt, schaue ich mittlerweile gekonnt weg. Jahrelange Übung macht es möglich.

Doch dezente Bannerwerbung, die vor allem aus der Reihe fällt und nicht 08/15 ist. Die spricht mich noch oft genug an. Sehr oft. Dabei ist allerdings das Thema entscheidend und wie gesagt die Aufmachung. Und dass es nicht zu viele sind.

Das versuche ich auch umzusetzten, denn oft genug werden die Leser erschlagen. Zumindest geht es mir so. Andererseits scheint Peer damit gut zu fahren, wenn ich mir seinen Einnahmenreport so ansehe. Obwohl es mir persönlich zu viel wäre.

Amazon

Fällt wohl in Richtung Affiliate, doch werden hier Produkte angezeigt.

Ja, hier fühle ich mich auch schon wieder wohler. Als Leser, bzw. Kundin sozusagen, denn bei Amazon gehe ich auch gerne Einkaufen. Und was hat der/die Blogger selbst in Gebrauch? – Ja, das funktioniert schon wieder viel viel besser. Allerdings stelle ich auch hier fest, weniger ist mehr. Ich teste gerade hier ein wenig rum und ein oder zwei Empfehlungen machen viel mehr Sinn, als ein Banner mit  5 oder 6 Produkten. Lieber hier immer wieder ein anderes Produkt einfügen. *AufMerklisteschreib*

Trigami und Co = Reviews

Okay, Trigami heißt nun ebuzzing, aber ihr kennt sicher die Blogbeiträge „Das ist ein honorierter Artikel“. Diese Artikel liebe ich aus zwei Gründen. Zum einen als Blogger, denn sie machen meist richtig Spaß und bringen wenn nicht Geld, zumindest Naturalien. Und ich mag sich auch als Leser.  Ja, wirklich, denn ein vernünftiges Review kann mich von einem Produkt überzeugen oder davon abbringen. Blogger geben hier oft sehr gute Empfehlungen ab und mit der Zeit erkennt man die Blogs auch, bei denen die Wahrheit geschrieben wird oder bei denen nur lustlos die Vorzüge aufgezählt werden ohne Persönlichkeit dahinter.

Gut, das ist wieder ein anderes Thema, doch irgendwie gehört es auch hierher. Die Werbung muss authentisch sein.  Wenn mich ein Produkt nicht überzeugt, werde ich nie dafür Werbung machen, aus dem einfachen Grund, weil es die Leser merken. Genauso wie ich es oft merke. Es gibt leider Blogs, die mich wirklich nerven. Gerade diese „Produkttest-Blogs“ die zur Zeit aus dem Boden schießen. Nichts gegen Produkttests, wie gesagt, mag ich diese am liebsten. Doch bei vielen dieser Blogs liest man einfach mit, dass sie nach dem Motto handeln „Her mit den kostenlosen Dingen“

Wenn ich jetzt an meine Wünsche und Vorlieben denke – Ein Blog soll und darf Werbung machen. Doch der Leser muss dabei im Vordergrund stehen und die Werbung muss ehrlich sein. Deshalb lese ich oft noch bei Blogs gerne mit, die für meinen Geschmack zwar zu viel Werbung haben – aber zu ihnen passt es wieder.

Pauschale Aussagen können wohl nicht getroffen werden.

P.S. Sorry Peer, falls Du das lesen solltest, aber Du führst einen sehr guten und erfolgreichen Blog, der sich hier perfekt als Beispiel geeignet hat. Und ja, ich lese regelmäßig bei Dir mit

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4 Responses

  1. […] der Vermarktung eines Blogs aufzeigt. Deshalb wollte auch ich mich einmal – wie auch schon andere Blogger – dieses Thema annehmen und will versuchen immer beide Seiten der Medaille […]

  2. […] nachsitzen.org meint, dies könne pauschal nicht beantwortet werden und gibt seine Meinung zu den einzelnen Werbeformen ab. […]

  3. Divena sagt:

    Eine schöne Auflistung der ganzen Werbeformen – Contaxe finde ich auch zu nervig, ich kann mir kaum vorstellen, dass das wirklich was bringt! Die Werbeeinnahmen-Auflistung von Peer werde ich mir auch noch mal genauer anschauen – vielleicht gibt es ja auch noch mehr Alternativen?

    Schöne Grüsse vom überm Teich, Divena

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